3 Konzerttipps für einen kalten, grauen Montag

Dan Stuart, The Breeders, Idles: Für einen Wochenstart kriegt Zürich heute recht viel hervorragende Musik auf die Ohren.

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Sie heissen Idles, The Breeders und Dan Stuart. Zwei Sachen sind den drei Bands gemeinsam: Sie machen hervorragende Musik. Und sie treten heute Abend in unterschiedlichen Lokalen in Zürich auf.

Dan Stuart (Americana)
Support: Tim Heyman
El Lokal, 20.20 Uhr.

Dass Dan Stuart auf der «allerletzten Insel an der Sihl», so die Eigendefinition des El Lokal, auftritt, überrascht wenig. Musiker aus dem Umfeld, das Stuart massgeblich mitgeprägt hat, sind gern gesehene Gäste auf der kleinen Bühne. Seine Band Green on Red hatte den Ursprung zwar im Punk, war Anfang der 1980er-Jahre mit weniger harten Tönen Mitbegründer des Paisley Underground in Los Angeles. Green on Red und mit ihnen Bands wie The Dream Syndicate, Rain Parade und The Long Ryders bedienten sich im Psychedelic Rock, im Folk Rock und im Garage Rock.

Schaut man auf die vergangenen Programme des El Lokal, findet man Konzerte der wiedervereinten Dream Syndicate, Chris Cacavas oder Chuck Prophet (beide Green on Red). Gemeinsam mit Steve Wynn von Dream Syndicate stand Dan Stuart auch schon im El Lokal auf der Bühne. Die beiden hatten 1985 gemeinsam als Danny and Dusty das wenig beachtete, aber fabulöse Album «The Lost Weekend» veröffentlicht.

Heute hat sich Dan Stuarts Musik weg vom psychedelischen Sound stärker hin zu Alternative Country und Americana bewegt. Er präsentiert balladeske Songs, die er mit Slidegitarren unterlegt und die seine eigenwillige Stimme ins Zentrum stellen. Mit seinem neuen Album «The Unfortunate Demise of Marlowe Billings» hat er eine gleichnamige Novelle veröffentlicht. Tickets nur noch an der Abendkasse

The Breeders (Indie Rock)Dynamo, 19 Uhr

Lauter und wilder als im El Lokal wird es im Dynamo werden. The Breeders ist die Band von Kim Deal, die sich aus Frust über ihre untergeordnete Rolle als Bassistin bei den Pixies 1988 mit Tanya Donelly von den Throwning Muses zusammentat. Nach zehn Jahren haben «die Grandes Dames des Alternative-Rock» («Musik-Express») mit «All Nerve» zum ersten Mal wieder ein Album veröffentlicht.

Dieses bringt gemäss «Rolling Stone» all das zurück, wofür man die Pixies-Nachfolgeband in den Neunzigern geliebt habe: die kantigen Gitarrenriffs, die mit der sanften Stimme von Kim Deal kontrastieren, die Tempowechsel, die Laut-leise-Dynamik, die mokante Frauenpower. Nur der Hit und der Hang zur verzerrten, süffisanten Pop-Harmonie fehlten. Tickets

Idles (Punk)
Mascotte, 20 Uhr

Nochmals eine Stufe lauter und härter wird es im Mascotte mit den Idles. Die Post-Hardcore- und Punk-Formation gilt momentan als eine der wichtigsten englischen Bands, die mit Gitarrengewitter und hämmernden Bässen gegen die Zeit anspielt. Die fünf Männer aus der englischen Stadt Bristol nannten ihr erstes Album symbolträchtig «Brutalism», mit brüllenden Stimmen handeln sie Themen wie Brexit, Einwanderung, Armut und Männer-aggression ab. Und das reisst mit. Tickets

Erstellt: 19.11.2018, 11:02 Uhr

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