4800 Franken Miete für 76 Quadratmeter

Die exklusiven Wohnungen oberhalb des neuen Fifa-Museums sind ausgeschrieben. Wer hier einziehen will, muss allerdings sehr tief in die Tasche greifen.

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«Live on top of the world» – nicht mehr und nicht weniger wird denjenigen versprochen, die sich für eine der Wohnungen im umgebauten Haus zur Enge interessieren. Das Gebäude befindet sich nicht nur an allerbester Lage im Kreis 2 direkt neben dem Bahnhof Enge. Die neuen Mieter erhalten auch aussergewöhnliche Nachbarn: In den unteren Etagen wird Anfang 2016 das neue Fifa World Football Museum eröffnet. Seit letztem Wochenende sind die exklusiven Wohnungen im Internet ausgeschrieben.

28 der sogenannten «Live above»-Mietwohnungen verfügen über 2½ Zimmer, sechs Wohnungen haben 3½ Zimmer. Kinderreiche Familien gehören also nicht zur gewünschten Klientel. Mit Mietpreisen zwischen 2800 und gut 7000 Franken für eine 2½-Zimmer-Wohnung und 6800 bis 7750 Franken für 3½ Zimmer – zuzüglich Nebenkosten von bis zu 370 Franken – sind die Objekte ohnehin nur für Gutverdienende erschwinglich.

Wohnungen für «urbanes Publikum»

Vielmehr werde ein urbanes Publikum angesprochen, welches die zentrale Lage, die gute Erschliessung des öffentlichen Verkehrs sowie die unmittelbare Nähe zum See schätze, heisst es bei der Fifa Museum AG, in deren Auftrag die Objekte vermietet werden. Reizvoll sind sicherlich auch die stattlichen Terrassen, die je nach Etage und Lage bis zu 64 Quadratmeter umfassen.

Einige der unmöblierten Wohnungen sind mit einer Fläche von 66 bis 76 Quadratmetern allerdings relativ klein. Angesichts der Tatsache, dass Liegenschaftsverwalter in der Stadt Zürich zunehmend Mühe bekunden, Mieter für Luxusobjekte zu finden, ist dieser Umstand bemerkenswert. «Wir sind uns bewusst, dass in der Stadt Zürich das Umfeld derzeit schwierig und der Markt etwas gesättigt ist», sagt denn auch Marc Caprez, Sprecher der Fifa Museum AG. «Gebäude und Lage sind hingegen einmalig, und wir rechnen uns gute Chancen aus, die Wohnungen zu vermieten.»

Anfragen schon vor Publikation

Ein Hinweis auf die bestehende Nachfrage sei auch der Umstand, dass sich schon vor der Ausschreibung im Internet zahlreiche Interessenten für die Wohnungen gemeldet hätten. Nun können die neuen Wohnungen mit teilweise freiem Blick auf See und Berge auch besichtigt werden. Die neuen Mieter müssen sich aber noch etwas gedulden: Die Wohnungen sind erst ab 1. März 2016 bezugsbereit.

Erstellt: 02.11.2015, 13:00 Uhr

Das Haus zur Enge

Das Haus zur Enge wurde in den 1970er-Jahren von Werner Stücheli erbaut. Die Architekten «sam» aus Zürich haben es umgebaut und in seine räumlichen Grundzüge zurückgeführt, teils verdichtet und baulich ergänzt. Im Sockel und in den Untergeschossen entsteht das neue Fifa-Museum, im zweiten Obergeschoss sind künftig ein Restaurant, ein Shop und ein Seminarbereich untergebracht. Auf dem Dach des Hauses haben die Architekten einen zweigeschossigen Aufbau errichtet, der neu als Wohnraum dient. (tif)

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