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55 Millionen für marodes Kongresshaus

Die Zürcher Tonhalle und das Kongresshaus sollen ab Sommer 2013 renoviert werden. Deshalb will der Stadtrat das Stiftungskapital massiv erhöhen.

Zur umfangreichen Renovation hat sich der Zürcher Stadtrat in der Sitzung von heute Mittwoch ausgesprochen. Vorgesehen ist, den Tonhalle-Teil gründlich zu renovieren. Zu diesem Zweck soll das Stiftungskapital der Kongresshaus-Stiftung um rund 55 Millionen Franken aufgestockt werden.

Einerseits wird der grosse Tonhalle-Saal restauriert, anderseits sollen die Arbeitsbedingungen für Künstlerinnen und Künstler auf ein zeitgemässes Niveau angehoben werden, wie die Stadt Zürich und die Kongresshaus-Stiftung in einer gemeinsamen Mitteilung vom Mittwoch schreiben.

Die Verbesserung der Infrastruktur im Kongresshaus soll einen reibungslosen Betrieb für die nächsten zehn Jahre sichern. Im Vordergrund stehen der Kongresshaus-Saal und die Anlieferungs-Situation. «Die Massnahmen sollen so erfolgen, dass kein Präjudiz für spätere Nutzungen entsteht», wird in der Mitteilung betont.

Das Tonhalle-Orchester und andere Orchester müssen während der Renovationsarbeiten in der Saison 2013/14 auswärts gastieren. Der Kongresshaus-Betrieb wird während der Bauarbeiten, die vor allem in den Sommermonaten geplant sind, aufrechterhalten.

Den Betrieb sichern

Nach dem Nein der Stimmberechtigten im Juni 2008 zum geplanten Landkauf für ein neues Kongresszentrum am See sei rasch klar geworden, dass es noch zehn bis fünfzehn Jahre dauern könnte, bis das neue Kongresszentrum seinen Betrieb aufnehme, heisst es in der Mitteilung weiter. Bis dahin müsse das Kongresshaus seinen jetzigen Zweck erfüllen.

Mit dem Entscheid für eine Teilinstandsetzung folgt der Stadtrat dem «Planungsausschuss Kongresshaus». Dieser war im September 2009 eingesetzt worden. In verschiedenen Runden erarbeitete der Ausschuss das nun vorliegende Instandsetzungskonzept.

Das Amt für Hochbauten hat nun den Auftrag, eine Ausschreibung durchzuführen, in der bestimmt wird, wer die weitere Planung an die Hand nimmt. Für das Bauvorhaben wird ein interdisziplinäres Gesamtplanungsteam aus Architekten, Bauingenieuren und Gebäudetechnik gesucht.

Vorgesehen ist, dass der Zürcher Gemeinderat im Herbst 2011, die Stimmberechtigten im Frühling 2012 über die Erhöhung des Stiftungskapitals befinden können.

SDA/ep

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