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60 Trapeze an der Limmat: Das ist das neue Zürcher Tanzhaus

Der Neubau besticht durch seine strukturierte Fassade und hat auch sonst einiges zu bieten. Vor allem Zahlen.

Vom Lettenviadukt her kommt die Gestaltung des neuen Tanzhauses an der Wasserwerkstrasse besonders gut zur Geltung. Der Bau wurde gegen den Hang hin abgetreppt, der Kloster-Fahr-Weg vor dem Tanzhaus verbreitert.
Vom Lettenviadukt her kommt die Gestaltung des neuen Tanzhauses an der Wasserwerkstrasse besonders gut zur Geltung. Der Bau wurde gegen den Hang hin abgetreppt, der Kloster-Fahr-Weg vor dem Tanzhaus verbreitert.
Dominique Meienberg
Trapeze, die von weit als Dreiecke erscheinen, prägen den Neubau der italienisch-spanischen Architekten Barozzi/Veiga. Sie sind auch im langen Foyer, in dem die öffentliche Bar und Cafeteria untergebracht sind, sichtbar.
Trapeze, die von weit als Dreiecke erscheinen, prägen den Neubau der italienisch-spanischen Architekten Barozzi/Veiga. Sie sind auch im langen Foyer, in dem die öffentliche Bar und Cafeteria untergebracht sind, sichtbar.
Dominique Meienberg
Den Sonnenschutz übernimmt Begrünung aus verschiedenen Arten Clematis, der Klettergurke und der fingerblättrigen Akebie. Die Fenster haben gegen die Sonne keine Storen, sondern werden begrünt.
Den Sonnenschutz übernimmt Begrünung aus verschiedenen Arten Clematis, der Klettergurke und der fingerblättrigen Akebie. Die Fenster haben gegen die Sonne keine Storen, sondern werden begrünt.
Dominique Meienberg
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Der Übername dieses Hauses ist schon vor der Eröffnung gewiss: «Der Bau mit den Dreiecken» (oder Abwandlungen davon). So auffällig ist die arkadenartige Fassade vom Ersatzneubau des Tanzhauses an der Limmat, welchen das Architektenduo Barozzi/Veiga geplant hat.

Heute ist offizieller Bauabschluss des Gebäudes. Ab Sommer wird es einerseits den Tanzschaffenden in Zürich mehr Platz bieten, andererseits ein neuer Treffpunkt an der Limmat werden – und vielleicht den einen oder anderen zu einigen Zahlspielereien anregen. Wir haben es vorab getan.

127a: Zentrum des Tanzhauses ist ab Sommer der Neubau an der Wasserwerkstrasse. Er ersetzt das Gebäude, das im Herbst 2012 abgebrannt ist und sowohl vom Tanzhaus als auch von der Schweizerischen Textilfachschule genutzt worden war. Das ursprüngliche Zentrum an der Wasserwerkstrasse 129 bleibt erhalten, wobei das Tanzhaus die Büros im obersten Stock, dazu ein Studio und das Foyer im Erdgeschoss aufgibt.

1: Die Fassade des Baus springt an einem Ort zurück und passt sich so schön an den Hang an.

247: Das Tanzhaus hat mit dem Neubau 247 Quadratmeter mehr Fläche zur Verfügung.

1 und 1: Im Foyer im Erdgeschoss auf der Höhe des Kloster-Fahr-Weges gibt es neu eine Cafeteria und eine Bar, die auch tagsüber öffentlich zugänglich sind.

Rund 60: Die Fassade des Gebäudes besticht durch trapezförmige Fenster, die von weit wie Dreiecke anmuten und über die ganze Fassade verteilt sind. Wie viele es tatsächlich sind, hängt von der Zählweise ab (und wie wenig man beim Zählen der optischen Täuschung erliegt). Sagen wir es so: Es sind rund 60. Eine Begrünung soll Schutz vor Sonne bieten und Storen ersetzen.

33: Von September 2016 bis Mai 2019 hat der Bau gedauert – oder 33 Monate.

2: Die beiden Köpfe des Büros Barozzi/Veiga sind der Italiener Fabrizio Barozzi und der Spanier Alberto Veiga. In der Schweiz ist das Duo bekannt für den Neubau des Bündner Kunstmuseums in Chur oder des neuen Musée Cantonal des Beaux-Arts direkt beim Bahnhof Lausanne.

14,4: Der Gemeinderat hat 2016 14,4 Millionen Franken für den Bau bewilligt. Die Nettobaukosten betrugen knapp 11 Millionen Franken.

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