Anthrax? Brief mit unbekanntem Pulver in Zürcher Bank

In einer CS-Filiale in Zürich hat eine Mitarbeiterin einen Brief mit einer unbekannten Substanz entdeckt. Spezialisten untersuchen das Pulver, der Absender ist unklar.

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Kurz nach 5 Uhr entdeckte eine Mitarbeiterin der CS an der Uetlibergstrasse in Zürich ein unbekanntes Pulver in einem Brief. Nachdem sie realisierte, dass es sich möglicherweise um eine verdächtige Substanz handeln könnte, informierte sie ihren Vorgesetzten, welcher daraufhin umgehend die Stadtpolizei Zürich alarmierte.

Die Einsatzkräfte der Stadtpolizei und von Schutz & Rettung sperrten in der Folge aus Sicherheitsgründen den Postraum ab und nahmen die notwendigen Dekontaminationsarbeiten vor, heisst es in einer Medienmitteilung der Stadtpolizei.

Bei der unbekannten Substanz handle es sich laut Mediensprecher Marco Cortesi um ein weisses Pulver. «Wir können noch nicht sagen, ob es sich um Anthrax handelt», so Cortesi. Es komme immer wieder vor, dass weisses Pulver in Briefen verschickt werde, «bisher wurde in Zürich aber noch nie eine gefährliche Substanz verschickt. Trotzdem nehmen wir solche Meldungen sehr ernst. Die Strafuntersuchung läuft bereits.»

Ein Dutzend Personen betroffen

Vom Vorfall waren rund ein Dutzend Personen betroffen. Die Mitarbeitenden, welche im Postbüro arbeiteten, werden vorsorglich betreut. Nach diversen Messungen von Schutz & Rettung konnte die Arbeit wieder aufgenommen werden. Die restlichen Bereiche der Bank waren nicht betroffen.

Das verdächtige Couvert wurde durch die Polizei zur weiteren Untersuchung sichergestellt. Spezialisten des AWEL (Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft) werden die sichergestellte Postsendung mit den unbekannten Substanzen analysieren. Der Absender der verdächtigen Postsendungen ist zurzeit noch nicht bekannt.

Warum diese Filiale betroffen war, bleibt Spekulation

Die CS wollte auf Anfrage keine Angaben über die Vorfälle in der Filiale an der Uetlibergstrasse machen. «Über interne Sicherheitsvorkehrungen informieren wir grundsätzlich nicht. Wir werden aber sicher die geeigneten Massnahmen treffen», sagt CS-Mediensprecher Mathias Friedli gegenüber Tagesanzeiger.ch.

Warum ausgerechnet diese Filiale von dem Vorfall betroffen war, bleibt ebenfalls noch unklar. «Nach Gründen zu suchen, wäre zum jetzigen Zeitpunkt reine Spekulation», meint Marco Cortesi, «sicher ist, dass solche Briefsendungen den Betriebsablauf stören und die Leute erschrecken.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 27.08.2008, 10:22 Uhr

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