Auf den Fahrplanwechsel folgt die Enttäuschung

Die Zürcher Buslinie 31 fährt neu bis nach Witikon. Die Vorfreude der Anwohner ist in Ärger umgeschlagen.

Nicht mehr Endstation: Ein 31er-Bus an der Haltestelle Hegibachplatz.

Nicht mehr Endstation: Ein 31er-Bus an der Haltestelle Hegibachplatz. Bild: Thomas Egli

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Mit dem Fahrplanwechsel vom vergangenen Sonntag hat sich auf dem Streckennetz der VBZ einiges getan. Unter anderem wurde die Buslinie 31 vom Hegibachplatz bis zur Haltestelle Kienastenwies in Zürich-Witikon verlängert. Die Buslinie 34, die bis dahin zwischen Kienastenwies und Klusplatz verkehrte, wurde somit überflüssig.

Die Freude nach der Ankündigung war gross in Witikon. Eine direkte Buslinie ins Stadtzentrum wurde vom Quartierverein Witikon seit 1981 gefordert. Umso grösser ist nun die Enttäuschung über die Umsetzung beim Quartierverein und bei den Bewohnern. Seit der neuen Streckenführung sei der Bus von Witikon in die Stadt chronisch verspätet. Zwischen den Haltestellen Schlieren Zentrum und Kienastenwies trifft der 31er auf reichlich Verkehr. «Auf den Bus ist kein Verlass mehr wie früher», sagt eine Passagierin zu «20 Minuten», welche die neue Buslinie täglich benutzt.

Man hätte es ahnen können

Mit ihrem Frust ist die Frau nicht alleine. Zwei weitere regelmässige Buspassagiere ärgern sich ebenfalls sehr über die neue Streckenführung: Dass eine solche Linie unzuverlässig sei, habe man bereits zu Beginn der Diskussion gewusst, da die Linie 31 regelmässig verspätet ist. Wenn die Rushhour dann vorbei sei, würden die Busse dafür plötzlich im Minutentakt kommen, weil sie sich aufgestaut hätten. Auch heute Freitagmorgen meldet die VBZ wieder: «Wegen Verkehrsüberlastung verkehren die Fahrzeuge der Linie 31 in unregelmässigen Zeitabständen. Es ist mit mehr Reisezeit zu rechnen.»

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Mehrere Linien der Zürcher Verkehrsbetriebe mussten eingestellt werden.

Laut VBZ-Sprecherin Daniela Tobler ist man sich der Verspätungen auf der Linie 31 bewusst: «Es wurden am Klusplatz bereits erste technische Anpassungen getroffen.» Da die neue Streckenführung erst seit ein paar Tagen in Betrieb sei, sei es aber noch zu früh, um weitere Massnahmen zu benennen. «Wir beobachten die Nadelöhre auf der Strecke sehr genau und werden dann entsprechend handeln», sagt Tobler.

(Übernommen von «20 Minuten», ergänzt und bearbeitet von Tagesanzeiger.ch/Newsnet.)

Erstellt: 15.12.2017, 08:06 Uhr

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