Ausnahmezustand wegen Schnäppchenjäger

Vor einem Jeansladen an der Zürcher Bahnhofstrasse gabs heute kein Durchkommen mehr. Weil eine Edel-Marke Jubiläum feiert, wurden die Hosen zum Schnäppchenpreis verkauft.

Schnäppchenjäger blockieren die Strasse: Kampfkaufen in Zürcher Edeljeansladen. (Video: Roman Weber)

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«Ich öffne die Türe nicht mehr, wenn ihr so weiter macht», schreit der verzweifelte Verkäufer des Jeansladens an der Zürcher Bahnhofstrasse in die Menge. Dutzende Menschen drängen und quetschen sich aneinander vorbei in Richtung Laden. Alle haben nur ein Ziel: Sie wollen sich unbedingt ein Paar Diesel-Jeans für 50 Franken ergattern (siehe Linkbox).

Die Situation geriet offenbar ausser Kontrolle. «Wir haben um 10.30 Uhr eine Anfrage aus dem Jeansladen erhalten. Sie haben unsere Unterstützung angefordert. Wir waren vor Ort und sorgten dafür, dass niemand zu Schaden kommt», sagt Judith Hödl, Pressesprecherin der Stadtpolizei Zürich, auf Anfrage. Mittlerweile sei das Schlimmste vorbei und die Lage habe sich wieder beruhigt.

Die Szenen vor dem Ladenlokal erinnern an frühere Schnäppchen-Fights von Kampfshoppern: Wann immer ein angesagter Designer für die Marke H&M ein paar Kleidungsstücke entworfen hatte, rissen sich die Kauffreudigen die Stücke förmlich aus der Hand. Wer also ein Fashion-Teil in seinem Schrank haben will, muss sich schon vor dem Kleiderkauf warm anziehen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 10.10.2008, 13:05 Uhr

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