Autoverkehr vom Münsterhof verbannen

Der Zürcher Stadtrat will den ÖV ausbauen und die Bedingungen für die Fussgänger in der Stadt verbessern. Die nötigen Massnahmen sind im Aktionsplan «Stadtverkehr» verankert und sollen rasch umgesetzt werden.

Sollen vom Programm «Stadtverkehr 2025» profitieren: Zürcher Fussgänger.

Sollen vom Programm «Stadtverkehr 2025» profitieren: Zürcher Fussgänger. Bild: Keystone

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Ausbau des VBZ-Netzes, Verbesserungen für den Fuss- und Veloverkehr - mit diesen und anderen Massnahmen des Programms «Stadtverkehr 2025» will die Zürcher Stadtregierung die Umsetzung der Städteinitiative vorantreiben.

Das Programm «Stadtverkehr 2025» führe die bisherige Verkehrspolitik konsequent weiter, teilte der Stadtrat am Dienstag mit. Gleichzeitig leiste es auch einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung der Städteinitiative. Dem Volksbegehren hatten die Stimmberechtigten der Stadt Zürich im vergangenen September mit einem Ja-Anteil von 52,4 Prozent zugestimmt. Es verlangt, dass der motorisierte Individualverkehr in den nächsten 10 Jahren um rund ein Viertel reduziert wird.

Mehr Tempo 30-Zonen

Bei der Umsetzung dieser Vorgaben gilt das Hauptaugenmerk der Stadt dem Dialog mit der Öffentlichkeit und Partnerorganisationen. Dabei geht es darum, «stadtverträgliche Lösungen» zur Abwicklung des Verkehrs zu erarbeiten. Die Stadt hat einen Mix von Verkehrsmassnahmen erarbeitet, um den Lärm- und Klimaschutz zu fördern, die Luftqualität zu verbessern und den Energieverbrauch zu senken. Ein Beispield dafür ist, die Ausweitung von Tempo 30 und die Elektrifizierung von Buslinien. Gleichzeitig will die Stadt die Ziele der 2000-Watt-Gesellschaft im Bereich Mobilität erreichen.

Der Stadtrat will weiter den Autoverkehr aus dem Münsterhof verbannen und das Quartierzentrum Albisrieden neu gestalten. Zudem sollen neue Fussgängerbereiche in der Sihlstrasse entstehen

Zwischenbericht für 2013 geplant

Das Programms soll «departementsübergreifend» umgesetzt werden. Die Federführung liegt beim Tiefbauamt. Mit einem Aktionsplan und einem entsprechenden Controlling will der Stadtrat sicherstellen, dass «wirkungsvolle und zielkonforme Massnahmen» rasch realisiert werden.

Damit das Programm zu einem Erfolg wird, sei die Stadt auf zahlreiche Partnerorganisationen und Entscheidungsträger angewiesen, heisst es weiter. Auch stellten sich Fragen hinsichtlich der Finanzierung.

Über die Fortschritte will der Stadtrat ab 2013 jährlich einen Zwischenbericht veröffentlichen. Er soll unter anderem Angaben über die Fortschritte bezüglich Luftreinhaltung und Lärmemissionen sowie über die Verkehrssituation enthalten. (pia/sda)

Erstellt: 10.07.2012, 12:01 Uhr

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