Bahnhof Hardbrücke wird rundum erneuert

Der Stadtbahnhof muss grösser werden. Geplant sind zusätzliche Zugänge und ein breiteres Shopping-Angebot. Die Kosten für den Ausbau tragen mehrheitlich die Stadt und der Kanton Zürich.

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Die Kapazität des Bahnhofs Hardbrücke kommt an ihre Grenzen. Die Stadt will den Bahnhof nun vergrössern und attraktiver gestalten. So sollen auch Läden wie Take-aways, Coiffeure oder Convenience-Shops Platz finden. Fünf Teams haben Projekte zum Ausbau des Stadtbahnhofes ausgearbeitet, und heute ist Abgabetermin für die Modelle. Ende Mai wird das Siegerprojekt von einer Jury bestimmt.

Bis 2015 rechnet die Stadt mit Tausenden neuen Bewohnern und rund 30'000 Arbeitsplätzen allein im westlichen Teil des Kreis 5. Christian Räber, Projektleiter des Tiefbauamtes für den Bahnhof Hardbrücke, geht davon aus, dass diesen bis zum Jahr 2018 rund 80'000 bis 90'000 Menschen täglich frequentieren. «Das entspricht dem Bahnhof Lausanne.» Dies stellt vor allem hohe Anforderungen an die Zugangswege. «Wir planen neue Zugänge. Einer direkt vom Maag-Areal her besteht bereits, ein anderer vom Gerold-Areal wäre denkbar.» Zudem müssten zusätzliche Treppen auf die Perrons führen und die Passagiere dort besser verteilen. «Schon heute werden 60 Prozent über das schmale Mittelperron abgewickelt.»

SBB können nicht investieren

Eine Verbreiterung der Perrons sei nicht möglich, da dies Sache der SBB wäre. Deren Sprecher Daniele Pallecchi erklärt, es fehle schlicht an den Mitteln: «Es müssten für das Projekt zusätzliche Bundesgelder gesprochen werden, was zurzeit nicht der Fall ist.» Er schliesst aber nicht aus, dass in Zukunft ein Ausbau der Perrons und damit auch eine Verschiebung der Gleise realisiert werden kann.

Doch die Stadt will nicht nur die Zugangswege verbessern, sondern den Bahnhof allgemein attraktiver gestalten – mit mehr Läden. Diese werden allerdings relativ klein bleiben. Mehr als 150 bis 200 Quadratmeter Platz kann für kein Geschäft geschaffen werden. «Ebenfalls möglich ist ein Bahnhofsgebäude mit Ticketschaltern», wie Projektleiter Räber erklärt.

Bis 2017 fertig gebaut

Die Kosten für das Projekt tragen Stadt und Kanton Zürich sowie die SBB. Die genaue Aufteilung sei noch Gegenstand von Verhandlungen. «Zurzeit kann ich noch keine genauen Angaben machen», meint Räber. Die Kosten hängen vom Projekt ab, für das sich die Jury Ende Mai entscheidet. «Sie werden sicher im zweistelligen Millionenbereich liegen, aber genaue Zahlen können wir erst Ende Mai vorlegen», erklärt Räber.

Die Modelle, die heute dem Tiefbauamt abgegeben werden, haben fünf verschiedene Teams ausgearbeitet. Diese bestehen jeweils aus einem Architekten, einem Bau- und einem Verkehrsplaner. Am 31. Mai wird definitiv entschieden, welches Projekt umgesetzt wird. Bis spätestens 2017 soll der neue Bahnhof Hardbrücke fertig gebaut sein. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 06.05.2011, 12:19 Uhr

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