Befleckt

Der neue Sechseläutenplatz ist nach den Auftritten des Circus Knie von Flecken übersät. Was die Stadt deswegen zu tun gedenkt.

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Nachdem der Circus Knie sein Zelt abgeräumt hat, sieht der Sechseläutenplatz nicht mehr aus wie zuvor. Gleich nach dem Abzug der Zirkuswagen wurde der Platz gereinigt. Doch diverse Flecken und Verfärbungen sind auf dem Valser Quarzit zurückgeblieben. Ein grosser, dunkler Fleck erstreckt sich auf über zehn Meter, sägemehlfarbene Flächen über Dutzende Quadratmeter. Offenbar ist Öl ausgelaufen, und Fahrzeuge haben Reifenspuren hinterlassen. Stefan Hackh, Mediensprecher des zuständigen Tiefbauamtes, war am Donnerstag vor Ort, um sich die Situation anzuschauen.

«Die Flecken werden nicht ganz, aber grösstenteils verschwinden», sagt er. Einerseits werde der Valser Quarzit regelmässig gereinigt, andererseits bleiche die Sonne die Flecken massiv aus. Entsprechend soll sich die Situation bereits in den nächsten Tagen verbessern. Hackh gibt weiter zu bedenken, dass es sich beim Sechseläutenplatz nicht um ein Museumsstück handle, das konserviert wird. «Der Naturstein ist porös und kann sich durch menschliche Einflüsse verfärben.» Allerdings werde auch die Natur einen Effekt haben, so Hackh. «Nachdem der Stein Millionen Jahre im Berg lag, wird er nun durch die Witterung nachdunkeln.» Das hat den Effekt, dass frische Flecken künftig deutlich weniger sichtbar sind.

Mit Wasser gegen arge Flecken

Nach dem Auf- und Abbau des Knies zieht das Tiefbauamt ein positives Fazit. «Die Flecken sind kein Problem, und mit der Zusammenarbeit sind wir zufrieden», sagt Hackh. Die unterirdischen, ringförmig angebrachten Zuganker zum Verspannen des Zeltes haben sich bewährt. Die Kosten der Platzreinigung begleicht Knie über die Platzmiete. Wie viel er dafür bezahlt, ist nicht öffentlich.

Für künftige Anlässe oder den Knie-Auftritt im kommenden Jahr sieht Hackh keinen Bedarf, etwas zu ändern. Die Reinigung des Platzes besorgt das ERZ (Entsorung und Recycling Zürich). Besondere Mittel für den Valser Quarzit werden üblicherweise nicht benötigt, der Sechseläutenplatz wird wie eine Strasse geputzt. Bei starker Verschmutzung wird er nass gereinigt.

Neben den Flecken sticht etwas ganz anderes ebenfalls ins Auge: Die farbigen Stühle. Die meisten stehen im Schatten der Baumgruppen, einige in der Sonne. «Genau so haben wir uns die Nutzung vorgestellt», sagt Hackh. Die ersten Erfahrungen seien positiv, noch stehen alle Stühle auf dem Platz. Die meisten sind zu zweit aneinander befestigt, einige aber auch lose. Sie können von den Passanten hingestellt werden, wo sie wollen. Bei den Stühlen handelt es sich um das Modell Jardin du Luxembourg, benannt nach einem Park in Paris, wo sie ebenfalls aufgestellt sind.

Erstellt: 12.06.2014, 13:33 Uhr

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