Bereits 19 Hanfplantagen in diesem Jahr ausgehoben

Macht die Polizei gezielt Jagd auf Indoor-Hanfanlagen? Nein, wir haben weiterhin harte Drogen im Visier, versichert die Kapo.

Im August entdeckten die Stadt- und die Kantonspolizei fünf Indoor-Hanfanlagen.

Im August entdeckten die Stadt- und die Kantonspolizei fünf Indoor-Hanfanlagen.

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Die Aktion am letzten Samstag in Richterswil war bereits die 19. im Kanton Zürich seit Anfang Jahr. Im August entdeckten die Stadt- und die Kantonspolizei fünf Indoor-Hanfanlagen in Geroldswil, Wallisellen, Zürich-Nord und Glattbrugg. Im Juli waren Plantagen in Weiningen und Rafz entdeckt worden, im April in Zürich, Dübendorf und Anfang Jahr in mehreren Gemeinden im Unterland.

Die «Gärtnereien» befanden sich in Kellern, Estrichen, Schutzräumen und Garagen von Gewerbeliegenschaften sowie in Ein- und Mehrfamilienhäusern. Viele waren mit Infrastruktur wie Licht-, Bewässerungs- und Belüftungsanlagen ausgestattet.

«Augenmerk auf harte Drogen»

Obwohl schon 19 Anlagen ausgehoben wurden, spricht Martin Sorg von der Kantonspolizei nicht von gezielten Aktionen gegen Hanfplantagen und Haschisch. «Unser Augenmerk richtet sich auf harte Drogen wie Kokain und Heroin.» Sorg unterlegt diese Aussage mit den sichergestellten Mengen von Haschisch/Hanf in den letzten fünf Jahren: 2003 wurden noch rund 8600 Kilogramm konfisziert. Danach sank die Menge fast kontinuierlich auf unter 800 Kilogramm im letzten Jahr.

Dass im August gleich fünf Anlagen entdeckt wurden, sei Zufall, sagt Sorg. Die Polizei reagiere, wenn sie Hinweise aus der Bevölkerung erhalte, beispielsweise wegen des Geruchs oder wenn verdächtige Personen genauer überprüft und kontrolliert würden. Dies sei in Geroldswil der Fall gewesen, als Anwohner «zwielichtige Gestalten» meldeten, die in einem Schopf immer wieder ein- und ausgingen. In einem anderen Fall wurden Anwohner wegen ungewöhnlicher Anlieferungen von Pflanzenerde misstrauisch. Im jüngsten Fall führte die Polizei nach Ermittlungen eine Kontrolle in einem alten Wohnhaus durch und wurde fündig.

Der Verkaufspreis für 1 Kilogramm Haschisch beträgt laut einer Sprecherin der Stadtpolizei rund 8000 Franken. (hoh/TA)

Erstellt: 09.09.2008, 08:27 Uhr

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