Bootsbesitzer findet Toten in der Limmat

Die Stadtzürcher Polizei hat bei der Bootsvermietung Pier 7 einen leblosen Mann aus dem Fluss geborgen. Es dürfte sich um den Brasilianer handeln, der seit der Street Parade vermisst wurde.

Der Fundort des Toten nur 50 Meter unterhalb der Quaibrücke, wo der vermisste Brasilianer letztmals gesehen wurde: Bootsvermietung Pier 7. Foto: Sophie Stieger

Der Fundort des Toten nur 50 Meter unterhalb der Quaibrücke, wo der vermisste Brasilianer letztmals gesehen wurde: Bootsvermietung Pier 7. Foto: Sophie Stieger

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Kurz vor 11 Uhr meldete sich ein Bootsbesitzer bei der Zürcher Stadtpolizei. Bei der Bootsvermietung Pier 7 treibe der leblose Körper eines Mannes in der Limmat. Die Wasserschutzpolizei rückte sofort aus und barg den Toten wenig später.

Nach seinem Aussehen zu urteilen, dürfte es sich mit grosser Wahrscheinlichkeit um den 23-jährigen Brasilianer handeln, der seit der Street Parade als vermisst galt, heisst es in einer Medienmitteilung. Das Institut für Rechtsmedizin und die Stadtpolizei würden die Identität und die Todesursache nun prüfen.

Familie in Brasilien wartete auf Nachrichten

Der Informatiker Matheus Henrique Marioto, der seit kurzem in Deutschland lebte, war am Abend des 2. August während der Technoparty von der Quaibrücke in den See gesprungen. Ihm sei heiss gewesen, sagten seine Freunde. Er habe sich einer Gruppe von Leuten anschliessen wollen, die ebenfalls am Baden waren. Das Letzte, was sie von ihm sahen, war, wie er Richtung See davonschwamm. Die Limmat führte an jenem Tag deutlich mehr Wasser als gewöhnlich, Sog und Strömung waren entsprechend stark.

Ein junger Brasilianer, der wie Marioto in Aachen arbeitete und mit ihm die Street Parade besucht hatte, suchte seither über Internetforen vergeblich nach Zeugen, die etwas über den Verbleib seines Kollegen wissen. Die Familie des 23-Jährigen warte in Brasilien verzweifelt auf eine Nachricht, aber niemand könne ihr helfen.

Erstellt: 08.08.2014, 16:32 Uhr

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