Briefpostzentrum wird wie ein Ei geköpft

Hinter der alten Sihlpost kündigt sich die nächste Grossbaustelle an. Auf dem Briefpostzentrum markieren Profilstangen die Umrisse des Gebäudes der Pädagogischen Hochschule.

Die Sihlpost im Vordergrund bleibt bestehen. Auf dem Sockel des dahinterliegenden Briefzentrums entsteht - wie im Modell – die Pädagogische Hochschule.

Thomas Burla/pd

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Der Hauptbahnhof ist wegen der Durchmesserlinie bereits eine Baustelle mit Absperrungen und Baukranen. Im nächsten Frühling kommen zu den bestehenden Kranen ein paar weitere dazu. Das ehemalige Briefpostzentrum Sihlpost mit seiner grünen Natursteinfassade muss weichen. An seiner Stelle bauen Max Dudler Architekten drei Gebäude, in denen die Pädagogische Hochschule Zürich (PHZ) einziehen wird. Projektleiter Mark van Kleef rechnet mit einem pünktlichen Baubeginn. Das bestehende Postgebäude wird allerdings nicht ganz abgerissen. Ein siebeneinhalb Meter hoher Sockel und die Treppenhäuser werden bestehen bleiben, ebenso der jetzige unterirdische Anlieferungsbereich. Ursprünglich wollten die Bauherren SBB und Post mehr Substanz des 200 Millionen Franken teuren, erst 1992 eröffneten Baus erhalten. Wegen der hohen Räume und aus statischen Gründen sei dies aber nicht möglich gewesen, sagt Van Kleef. Ein Grossteil des Abbruchmaterials, das auch wertvolle Metalle enthält, kann wieder verwendet werden. Wie viel die Gebäude der Pädagogischen Hochschule kosten werden, wollen die Bauherren nicht sagen.

Die Briefe, die früher in diesem Betriebszentrum über die Sortierbänder liefen, werden nun im Verteilzentrum Müllingen bearbeitet. Die Sortiermaschine im Betriebszentrum Sihlpost wurde mittlerweile abgebaut und die Halle komplett leer geräumt.

Neuer Stadtteil entlang der Geleise

Die Kosten aller geplanten Neubauten im Projekt Stadtraum HB zwischen Lagerstrasse und Gleisfeldern belaufen sich auf 1,5 bis 2 Milliarden Franken. Bis 2018 sollen alle Bauten stehen. Stadtpräsident Elmar Ledergerber (SP) ist voll des Lobes für das Projekt. Dadurch entstehe ein spannendes, perfekt gelegenes und Erfolg versprechendes neues Quartier. Auch Architekt Max Dudler, der unter anderem den IBM-Hauptsitz in Altstetten entwarf, spricht beim Stadtraum HB von der Schaffung eines eigenen Stadtteils. Ein wesentliches Merkmal dabei sei die horizontale Gliederung des öffentlichen Raums, den man dadurch nicht einfach als Raum zwischen historischen Quartieren erlebe, sagt Dudler.

Einzelne Merkmale der PHZ sind noch offen. Ob die Natursteinfassade wirklich einen gelblichen Ton haben wird, werde sich weisen, sagt Van Kleef. Die Höhen der drei Schulgebäude stehen hingegen fest. Das höchste wird mit 40 Metern die alte Sihlpost überragen und im Gegensatz zu den anderen beiden Bauten eine Glasfassade erhalten. Läuft alles nach Plan, kann die PHZ im Herbst 2012 ihren Betrieb aufnehmen. Sie bietet Platz für 2000 Studierende. In den Schulräumen sollen sich jährlich auch rund 20'000 Lehrerinnen und Lehrer weiterbilden. Im Parterrebereich sind Restaurants und Läden vorgesehen. Die alte Sihlpost, die 1930 eröffnet wurde, bleibt bestehen und wird das einzige historische Gebäude des Stadtraums HB sein. Das Innere der Sihlpost wird allerdings umgestaltet, die Räume anders aufgeteilt und im Parterrebereich ziehen auch hier Läden und Restaurants ein. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 02.10.2008, 22:04 Uhr

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