Bund verhängt Ausgangssperre gegen Asylsuchende

Im geplanten Testzentrum sollen Asylsuchende die Unterkunft nur zwischen 9 Uhr morgens und 17 Uhr abends verlassen dürfen. Anderenfalls droht ihnen die Ablehnung des Gesuchs.

So könnte das neue Bundeszentrum für 500 Asylsuchende aussehen: Geplant ist ein Containerdorf nach dem Vorbild der Wohnsiedlung Leutschenbach.

So könnte das neue Bundeszentrum für 500 Asylsuchende aussehen: Geplant ist ein Containerdorf nach dem Vorbild der Wohnsiedlung Leutschenbach. Bild: Keystone

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Mario Gattiker, Chef des Bundesamts für Migration (BFM), sagt im Interview mit der «SonntagsZeitung», im Testzentrum für Asylsuchende mit 500 Plätzen mitten in der Stadt Zürich würden dieselben Regeln gelten wie in den Empfangszentren (EVZ) an der Grenze. «Die Asylbewerber können die EVZ zwischen 9 Uhr morgens und 17 Uhr abends kontrolliert verlassen. Es ist aber Bedingung, dass sie sich den Asylbehörden zur Verfügung stellen.»

Weiter lässt er verlauten: «Falls eine Anhörung nicht stattfinden kann, weil der Asylsuchende nicht da ist, könnte sein Asylgesuch wegen fehlender Mitwirkung abgelehnt werden.» Gattiker kündigt zudem an, der Bund werde finanzielle Beiträge an die Sicherheitskosten leisten. Die Details würden im Rahmen des Betriebskonzepts zusammen mit der Stadt Zürich erörtert.

(mrs)

Erstellt: 03.02.2013, 11:25 Uhr

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