«Carbon zero» – Kreativität für das Klima

Diese fünf Transparente und Schilder sind uns am Zürcher Klimastreik besonders aufgefallen.

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12’000 Menschen haben heute am Zürcher Klimastreik teilgenommen. Die vielen auffälligen Sprüche und Bilder auf Stoff und Karton waren mal ernst, mal lustig – und oftmals kreativ. Wir haben unsere Favoriten ausgewählt und mit den Trägerinnen und Trägern geredet:

Layla aus Nürensdorf findet, ihr Banner sei selbsterklärend. «Eisbären sind süss, das weiss jeder. Und sie merken den Klimawandel am schnellsten, wenn ihnen das Eis unter den Füssen wegschmilzt.» Natürlich sei ihr bewusst, dass die Eisbären nur ein Teil des Problems seien. «Aber eben eines, das allen auffällt.»

Niemand zu klein, um ein Klimaschützer zu sein: Sarina, Juri und Stella sind aus Zürich und heute zum ersten Mal an einem Klimastreik – auf ausdrücklichen Wunsch der achtjährigen Stella, wie die Mutter betont. Sie haben ihr Transparent selber gemacht und die Klimaverursacher gemalt. Zur Verdeutlichung ruft Juri: «Flugzeuge sind blöd!»

Marco Pütz befasst sich als Geograf an der Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) wissenschaftlich mit dem Klimawandel. Mit seinem Slogan macht er in Anlehnung an ein bekanntes zuckerfreies Erfrischungsgetränk auf eine zentrale Forderung der Klimastreikenden aufmerksam: Die Treibhausgasemissionen sollen bis 2030 netto null betragen, um die Klimaerwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. «Hinter dieser Forderung stehe ich auch als Wissenschaftler – weshalb ich den Aufruf von Scientists for Future unterschrieben habe», sagt er.

«Aufpassen, nicht zu nahe ans Transparent, sonst bist du voller Farbe», warnen die Studentinnen, die an der ETH Umweltnaturwissenschaften studieren. Sie sind nicht zum ersten Mal am Klimastreik und wollen mit ihrem Banner ein Zeichen setzen gegen «das sinnlose Rumjetten von A nach B».

Robi hat dieses Schild nicht selber gemacht, sondern trägt es für eine Kollegin. In Anlehnung an den Nationalmythos um Wilhelm Tell kritisiert der Spruch die Klima-Mythen, die in der Schweiz immer noch kursieren würden. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 15.03.2019, 19:57 Uhr

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