Chefkoch verlässt das Clouds

David Martinez hört nach drei Jahren im höchstgelegenen Restaurant Zürichs auf.

Der Vorgänger ging bereits nach neun Monaten wieder: Das Clouds im 35. Stock des Prime Towers. Foto: Keystone

Der Vorgänger ging bereits nach neun Monaten wieder: Das Clouds im 35. Stock des Prime Towers. Foto: Keystone

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Das Restaurant im 35. Stock des Prime Towers verliert seinen Chefkoch: David Martinez verlässt das Clouds auf den 1. Februar hin und legt eine Pause für vier bis sechs Monate ein. Er will sich vor allem Zeit nehmen für seine Familie – als Ausgleich für die sehr langen und strengen Arbeitstage in der Restaurantküche, wie er sagt. Und er will seine Weinausbildung abschliessen. Seine Nachfolge sei geregelt und stamme aus dem Clouds selber.

Das Gourmetrestaurant mit seiner grossartigen Aussicht wurde vor drei Jahren eröffnet. Martinez übernahm es mit seinem Freund Antonio Colaianni. Bereits nach neun Monaten verliess Colaianni das Hochhaus wieder: Er hatte sich in der Küche im 34. Stock mehr als Manager denn als Koch gefühlt und keine Gäste und kaum mehr einen angerichteten Teller für das Restaurant im 35. Stock gesehen. Er wechselte ins Mesa und kocht dort unterdessen mit 17 «Gault Millau»-Punkten. Das Clouds erhielt von den Testern 15 Punkte, mit denen Martinez «absolut zufrieden» ist, wie er sagt. Der anfängliche Ansturm von Gästen habe mit der Zeit zwar etwas nachgelassen, das Restaurant sei aber immer noch sehr gut besucht.

Logistisch eine Herausforderung

Das zweistöckige Clouds sei vor allem logistisch eine grosse Herausforderung, sagt Martinez. Diese gemeistert zu haben, bezeichnet er als seinen grössten Erfolg. Zudem habe er Gerichte kreiert, die bereits als Clouds-Klassiker gelten würden: die Bouillabaisse, der Tagesfisch auf Meeresgrund und der gegarte Stockfisch mit gebratener Entenleber.

Für Martinez ist bereits klar, dass seine berufliche Zukunft im kommenden Herbst in Zürich weitergeht. Hier lebt er mit seiner Familie, hier hat er seine Freunde. In einem neuen Restaurant werde er seiner bisherigen Küche treu bleiben und das Meer und das Land weiterhin miteinander verbinden.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 10.11.2014, 20:08 Uhr

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