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«Das mit den Kosten ist so ein Problem»

Heute haben die Stadt Zürich sowie die ZSC Lions und Volero die Pläne für ihren neuen Sporttempel vorgestellt. Stadtrat Gerold Lauber spricht im Interview über Millionen und die Kulturlandinitiative.

«Es war schon immer mein Favorit»: Stadtrat Gerold Lauber über das Gewinner-Projekt aus England.
Video: Jan Derrer, Pascal Unternährer

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«Theatre of Dreams» heisst die in Zürich-Altstetten geplante Sportarena für die ZSC Lions und das Volleyball-Team von Volero Zürich. Das Gewinnerprojekt von Caruso St. John Architects aus London wurde heute in einem Kellerraum unter dem Hallenbad Oerlikon vorgestellt.

Im Videointerview (siehe oben) begründet Stadtrat Gerold Lauber, weshalb der ZSC eine zweite Eishockeyarena braucht. Und er verrät, welche Rolle die Kosten beim Entscheid spielten und weshalb die Kulturlandinitiative keine Hürde für das 220-Millionen-Projekt ist.

Eine Frage des Geldes

Investoren braucht das Projekt noch. Die ZSC Lions wollen 35, Volero 9 Millionen Franken Eigenkapital einschiessen. Das Gesamtprojekt kommt auf weit über 200 Millionen zu stehen. 193 Millionen kosten die drei grossen Hallen, Büros, Businessclub, Restaurant und Sportbar, Fanshop, 13 Verpflegungsstände, die Tiefgarage mit 350 Parkplätzen, die Passerelle zum Bahnhof Altstetten und die Stadionumgebung. 9 Millionen sind als Reserve eingeplant.

In der Summe nicht enthalten sind neben der Mehrwertsteuer (15 Millionen) die Kosten für die Altlastensanierung und eine Kanalverlegung (13 Millionen) sowie die geplante Fotovoltaikanlage. Das macht eine Gesamtsumme von über 220 Millionen. Die Stadt ist als eine Art Bank vorgesehen. Sie soll ein Darlehen von 149 Millionen gewähren. Finanzvorsteher Martin Vollenwyder (FDP) sagte im Februar 2012, er habe eine Offerte mit einem Zins von 1,75 Prozent für 20 Jahre. Die Zinsen und die 65-jährige Amortisation in der Höhe von jährlich 3,4 Millionen sollen die beiden Vereine zahlen.

Politik und Volk müssen noch entscheiden

Die Stadt ist auch bereit, höchstens 2,5 Millionen ans laut vorläufigem Businessplan geplante Jahresbetriebsdefizit von 4 bis 4,4 Millionen zu zahlen. Über das politisch umstrittene Darlehen und die Defizitgarantie wird noch das Stadtparlament und voraussichtlich auch das Volk entscheiden. Ursprünglich war vorgesehen, das Stadion 2017 zu eröffnen. Dieser Zeitplan ist nun aber obsolet. ZSC-CEO Peter Zahner sprach neuerdings von 2019 oder 2020.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 13.03.2013, 17:20 Uhr

«Das ist das zierlichste Projekt»: Ursula Müller vom Amt für Hochbauten war Jury-Präsidentin. (Video: Jan Derrer, Pascal Unternährer)

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Die Eisarena von Zürich

Die Eisarena von Zürich Die ZSC Lions wollen nach Altstetten ziehen. Für das Projekt gibt es bereits verschiedene Vorschläge.

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