Das temporäre Panorama

Während des Umbaus ist das Nadelöhr Quaibrücke noch enger. Dafür erlaubt die provisorische Passerelle Blicke und Überblicke, die sonst fehlen. Und es gibt ein luxuriöses Trottoir.

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Eine städtische Schlagader wird derzeit umgebaut: Seit einigen Tagen ist die Quaibrücke, die Bellevue und Bürkliplatz verbindet, eine Grossbaustelle an Zürichs bester Lage. Das bleibt noch eine ganze Weile so (bis im November mindestens). Ein Durchkommen mag dadurch erschwert werden. Doch wer weiss wie, kann die Limmat trotzdem problemlos zu Fuss, mit dem Velo oder dem Auto überqueren.

Ausserdem bringen die Unannehmlichkeiten auch Gewinne mit sich – wenn man sich nur die Mühe macht, sie zu suchen. Denn bekanntlich hat fast ­alles im Leben zwei Seiten. Man ärgert sich derzeit als Fussgänger, weil zwischen Bellevue und Bürkliplatz der Ausnahmezustand herrscht – der normale Gehweg ist versperrt.

Nimmt man dann aber vom Sechseläutenplatz etwas umständlich die Treppe auf den behelfsmässigen Hochsteg, ist man begeistert. Diese Aussicht – exakt ein solcher Punkt der erhabenen Schau auf die Quais, den See und die Berge hat Zürich gefehlt; man sieht von oben noch viel mehr.

Die Passerelle beim Bürkliplatz ist denn auch im Nu als Panoramaplattform von Fotografen und Touristen in Beschlag genommen worden. Auf der dem See abgewandten Seite sind zudem Rad- und Fussweg für eine Weile getrennt. Die Fussgänger können deshalb gedankenversunken die Limmat queren, die Altstadt in aller Ruhe betrachten – kein Velorowdy droht einen umzufahren. Ganz zu schweigen vom Gefühl, über die Limmat zu schweben – einem flauschigen Teppich auf dem Fussgängersteg sei Dank.

Erstellt: 20.04.2015, 23:06 Uhr

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