Hintergrund

Der Sechseläutenplatz liegt schon in Vals bereit

Champagnerlaune beim Natursteinwerk Truffer in Vals: Das Ja zum neuen Sechseläutenplatz hat der Firma einen Millionendeal beschert. Sie hat bereits mit dem Auftrag gerechnet.

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«Die Freude über den Volksentscheid war gross», sagt Pius Truffer aus Vals. Er ist Mithinhaber des Familienbetriebs, der den Belag für den neuen Sechseläutenplatz liefert. Nach der Bewilligung des 17,2-Millionen-Kredits durch die Stadtzürcher liefert Truffer 4'200 Tonnen Valser Quarzit nach Zürich.

«Die Steine liegen schon im Steinbruch bereit und müssen nur noch geschnitten und aufgeraut werden», sagt Truffer. Die Quarzit-Stücke werden dann auf dem Platz fugenlos verlegt; jedes Stück Stein misst 10 mal 120 Zentimeter und reicht nochmals 10 Zentimeter in die Tiefe. Damit bei Nässe niemand ins Rutschen kommt, wird die Oberfläche aufgeraut, trotzdem sei der Boden nicht «skaterfeindlich», so Truffer.

Wie ein Parkettboden

Fertig verlegt soll er dann aussehen wie ein riesiger Parkettboden aus Stein. Damit der neu gestaltete Platz bei den Grossanlässen keinen Schaden nimmt, werden seitens der Stadt verschiedene Vorkehrungen getroffen: Für das Sechseläuten wird eine riesige Feuerschale aus Stahl angefertigt, die Pferde werden dann auf einem mit Granulat beschichteten Gummibelag um den Böögg galoppieren.

Für Zirkuszelte und andere Objekte, die am Boden festgemacht werden müssen, werden entsprechende Verankerungen eingebaut. Bis Ende 2013 soll der Platz fertiggestellt sein. Dann präsentiert sich der grösste Zürcher Platz mit 51 Bäumen, verschiedenen Sitzgelegenheiten, Radwegen und einem Wasserspiel.

Wie viel Geld des Kredites nach Vals fliesst, sagt Truffer nicht. Nur so viel: Es handelt sich um einen Millionenauftrag. Seine Firma lieferte bereits das Material für andere Plätze, unter anderem für den Bundesplatz in Bern.

Erstellt: 24.09.2012, 11:46 Uhr

Genner und Tuena: Freuden und Ärger bei den Gegnern. (Video: Jvo Cukas und Tina Fassbind)

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