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Der beste Weg führt übers Internet

Ein Mail genügt kaum: Wer eine günstige Wohnung sucht, sollte sich täglich umsehen.

So gehts: Wohnungssuche via Internet. Foto: Christian Beutler (Keystone)

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Es gibt sie, die günstige Wohnung in Zürich. Doch wer sich für eine bewirbt, hat viel Konkurrenz. Hier sind einige Tipps zu Anbietern – und was sie von interessierten Parteien erwarten:

Wohngenossenschaften: Die grösste ist mit über 4600 Wohnungen und 122 Einfamilienhäusern die Allgemeine Baugenossenschaft Zürich (ABZ). Sie führt keine Warteliste. Jede freie Wohnung, die kein bisheriger Mieter will, wird auf der ABZ-Website ausgeschrieben. Zurzeit sind das oft befristete Angebote, zum Beispiel, wenn ein Haus später renoviert wird. Diese Wohnungen gehen bevorzugt an Studenten. Leitungsmitglied Martina Ulmann rät zum regelmässigen Blick auf die Internetsite. Bei einer befristeten Wohnung fällt der Genossenschaftsbeitrag weg. Zieht man dauerhaft ein, zahlt man einen Beitrag von 3500 bis 8500 Franken, je nach Wohnungsgrösse.

Wer Wohnungsangebote der Wogeno Zürich bekommen will, muss Geld in die Hand nehmen: Erst muss man für 3000 Franken Mitglied werden. Wer drei Monate dabei ist, kann sich auf ein Angebot bewerben. Zieht man bei der Wogeno ein, zahlt man 10 000 bis 50 000 Franken in die Genossenschaft ein und verwaltet fortan das Haus mit.

Baugenossenschaften: Im Unterschied zur Wohngenossenschaft zahlen Mieterinnen keinen Beitrag. Deshalb klopfen bei einer der grössten, der Baugenossenschaft Zurlinden, oft Studenten oder Familien an. Auch hier sind Spon­tan­bewerbungen aussichtslos: Wer informiert werden will, füllt ein Formular aus und darf mindestens sechs Monate auf eine Liste. Laut Geschäftsleiter Rolf Hefti sind bei der Auswahl einer Mietpartei die Referenzen wichtig: «Wir erkundigen uns stets bei den Vermietern.»

Die Baugenossenschaft Zentralstrasse will ebenfalls keine Spontanbewerber und schreibt alle Wohnungen im Internet aus. Diese bleiben meist kurz aufgeschaltet, vor allem die begehrten wie die 3-Zimmer-Wohnungen für 1000 Franken. Geschäftsleiter Ulrich Nater rät, «täglich auf der Seite nachzusehen».

Stiftungen: Die städtische PWG hat mehr als 1300 Wohnungen. Die Stiftung führt keine Warteliste. «Wir halten es für transparenter, wenn sich eine Person auf eine bestimmte freie Wohnung bewirbt», sagt Sprecher Kornel Ringli. Die PWG schreibt ihre Angebote auf ihrer Internetsite oder über Facebook aus. Die Dr.-Stephan-à-Porta-Stiftung hat über 1340 Wohnungen in der Stadt. Sie führt eine Liste, auf der man sich für sechs Monate einschreiben kann. Wird eine passende Wohnung frei, werden Interessierte für eine Besichtigung angegangen. Buhlen mehrere um eine Wohnung, erhält sie, wer am längsten auf der Liste ist.

Stadt Zürich: Jeden Mittwoch schaltet die Stadt ihre freien Liegenschaften auf ihrer Site auf und veröffentlicht sie im «Tagblatt der Stadt Zürich».

Freier Markt: Auch auf Homegate finden sich günstige Angebote. Am besten macht man ein Suchabo.

Auswahlkriterien: Von den Genossenschaften bis zur Stadt haben die meisten grundsätzliche Kriterien, die erfüllt werden müssen. Das Verhältnis zwischen Miete und steuerbarem Einkommen sollte zum Beispiel nicht kleiner als 1:3 und nicht grösser als 1:4 sein. Meist gilt, dass eine Person weniger in einer Wohnung leben soll, als diese Zimmer hat. Eine sauber ausgefüllte, schön gemachte Bewerbung nützt. Ein leerer Betreibungsauszug ist von Vorteil, aber nicht das einzige Kriterium. Und falls es zum Schluss viele gleichwertige Bewerberinnen gibt, entscheidet häufig die Sympathie – oder auch mal das Los. (meg)

Erstellt: 19.07.2014, 07:42 Uhr

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