Der letzte Stein

Heute werden die letzten von über 110'000 Valser-Quarzitsteinen in den Sechseläutenplatz eingelassen. Bis der viel diskutierte Spurabbau beim Bellevue kommt, dauert es jedoch viel länger.

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Heute um 11.30 Uhr war es soweit: Bauarbeiter versenkten die letzten von insgesamt mehr als 110'000 Valser-Quarzitsteinen auf dem Sechseläutenplatz. Damit konnte der neue Bodenbelag rund drei Wochen früher fertiggestellt werden als ursprünglich geplant. Dies sei möglich, weil der Steinbruch in Vals «seinen Ausstoss nochmals zu steigern vermochte», wie die Stadt in einer Mitteilung schrieb.

Insgesamt liegen nun 3'500 Tonnen Quarzitstein auf dem Sechseläutenplatz. Getragen werden sie von einer rund einen halben Meter dicken Schicht aus Kies und Beton. Damit hat Zürich den grössten Natursteinplatz Europas, der gar den Markusplatz in Venedig übertrifft.

Doch mit dem letzten verbauten Stein sind die Bauarbeiten auf dem Sechseläutenplatz noch nicht abgeschlossen: Im kommenden Frühjahr sollen Bänke und Stühle installliert und ein Wasserspiel in Betrieb genommen werden (siehe Box). Zudem werden auf fünf Bauminseln insgesamt 56 Roteichen und Tulpenbäume verpflanzt.

Spurabbau erst 2015

Der Abbau einer Fahrspur, welcher vom Kanton gerichtlich ohne Erfolg bekämpft wurde, wird bis dahin allerdings noch nicht realisiert sein, wie Stefan Hackh, Sprecher des Tiefbauamtes erklärt: «Der Abbau ist für 2015 geplant im Zusammenhang mit Sanierungsarbeiten am Bellevue.» Die Fahrspur wird allerdings nur mit Beton erhöht, um Velowege anzulegen. Der letzte Quarzitstein ist damit heute Dienstag definitiv verlegt worden.

Die Eröffnung des Sechseläutenplatzes ist für April 2014 geplant, kurz vor dem Sechseläuten. Insgesamt soll er 17,2 Millionen Franken kosten. Seit April dieses Jahres sind die Verlegearbeiten auf dem Platz im Gang. Für die Gestaltung und Planung zeigen sich die Landschaftsarchitekten vetschpartner und das Architekturbüro Zach und Zünd verantwortlich, welche bereits 1999 den Zuschlag für das Projekt erhielten.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 19.11.2013, 11:29 Uhr

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Wo sich Kinder abkühlen

Auf dem Sechseläutenplatz bereits teilweise fertiggestellt ist, was Kinderherzen höher schlagen lassen wird: Ein begehbarer Springbrunnen. Vergangene Woche wurde ein vorfabriziertes Betonelement angeliefert in welchem 54 Düsen angebracht sind. Rudolf Hunkeler, Projektleiter der Firma K. Studer AG, welche die Bauarbeiten am Wasserspiel kkordiniert, erklärt: «Die Oberfläche wurde manuell bearbeitet, damit sie rutschfest wird.»

Aus den Düsen sollen schliesslich 50 Zentimeter bis 1,5 Meter hohe Wasserfontänen spritzen. «Im Sommer soll dies Kindern die Möglichkeit geben, sich spielerisch abzukühlen», sagt Hunkeler. Technisch wären mit der Anlage gar Wasserfontänen bis zu acht Meter möglich.

Zentral unter dem Wasserspiel ist ein Technikraum angelegt, von dem aus das Wasser und zugehörige Lichteffekte gesteuert werden können. «Mitte Dezember werden erste Tests durchgeführt, die zeigen sollen, ob die Pumpen so funktionieren, wie sich dies der Architekt vorstellt», erklärt Hunkeler. Allerdings nur, wenn dies die Witterungsverhältnisse zuliessen. Tatsächlich in Betrieb genommen wird das Wasserspiel dann im kommenden Frühjahr. (jcu)

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