Die Büros in der City bleiben ungenutzt

In Zürich stehen 10 Prozent mehr leere Geschäftsflächen zur Verfügung als noch vor einem Jahr. Das Überangebot führt allerdings nicht zu tieferen Mietpreisen. Im Gegenteil.

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Rund 265'000 Quadratmeter warten in Zürich darauf, als Büro-, Praxis-, Lager-, Produktions- oder Verkaufsfläche genutzt zu werden. Das sind 23'500 Quadratmeter mehr als im Vorjahr, teilt die Dienstabteilung Statistik der Stadt Zürich am Dienstag mit. Die Büroleerstandsquote liegt derzeit bei knapp drei Prozent.

Vor allem in Zürich-West und -Nord sowie an der Europaallee sind seit 2008 neue Geschäftsbauten entstanden, die zu diesem Überhang an Nutzflächen führten. Insbesondere rund um den Escher-Wyss-Platz sind die Neubauten im vergangenen Jahr in die Höhe geschossen, sodass die verfügbare Fläche allein dort auf 55'000 Quadratmeter anstieg. Inzwischen ist der Leerstand in diesem Gebiet auf 20'000 Quadratmeter gesunken. Anders verlief die Entwicklung in der City. Dort hat sich die Zahl der leeren Büroflächen im Vorjahresvergleich verdreifacht.

Doch obwohl mehr Geschäftsflächen zur Verfügung stehen, sind die Mietpreise nicht gesunken. Gemäss Statistiken hat sich der mittlere Jahresmietpreis pro Quadratmeter in den meisten Stadtkreisen sogar erhöht – und das innert Jahresfrist von 290 auf 350 Franken. Die Dienstabteilung Statistik erklärt diesen markanten Sprung mit dem grösseren Angebot in den teuersten Stadtkreisen 1, 2 und 8.

Erstellt: 16.09.2014, 10:53 Uhr

Erhebung der Leerstände

Die leer stehenden Flächen werden jährlich am 1. Juni erhoben. Eine Nutzfläche gilt als leer, wenn sie am Stichtag leer stand und sofort bezogen werden könnte. Räumlichkeiten, die wegen Umbau, Modernisierung bzw. Renovation nicht belegt sind, sowie Abbruchsobjekte gelten nicht als leer.

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