«Die Hoffnung, dass alle zuhören, habe ich aufgegeben»

Nie werden so viele Fitnessabos abgeschlossen wie jetzt. Andrea Nigg jagt ihre Kunden gern über ihre Lieblingswiese.

«Die ganze Stadt kann dein Sportplatz sein»: Personal Coach Andrea Nigg.

«Die ganze Stadt kann dein Sportplatz sein»: Personal Coach Andrea Nigg. Bild: Andrea Zahler

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Jede Woche beantworten Personen, die Zürich prägen, unseren Fragebogen und verraten uns, was die Stadt für sie ausmacht. Heute: Personal Coach Andrea Nigg.

Finden Sie den Neujahrsvorsatz «Mehr Sport» lobenswert oder heuchlerisch?
Lobenswert, sofern es in einem gesunden Mass bleibt und er nicht bereits im Februar wieder aufgegeben wird.

Welches wäre ein guter Einsteigersport?
Jede Bewegung zählt – schon das Treppensteigen. Den Einsteigersport gibt es nicht. Mein Tipp lautet deshalb: Sei neugierig und probiere ständig Neues aus.

Wo in Zürich kann man am besten gratis Sport machen?
Draussen, die ganze Stadt kann dein Sportplatz sein: wandern auf dem Uetliberg, schwitzen auf dem Vitaparcours im Sihlwald, joggen am Zürichsee, Übungen des Street Workout Park im Irchelpark – die Möglichkeiten sind grenzenlos.

Zu welcher Uhrzeit ist Zürich am schönsten?
Frühmorgens, wenn die Strassen von Zürich noch leer sind und ich freihändig und pfeifend auf meinem Fahrrad zu meinem ersten Training flitze.

Wo treffen Sie Freunde am liebsten?
Im Sommer am Oberen oder Unteren Letten und im Winter zu Hause auf meiner Couch.

Auf welcher Wiese schauen Sie gerne in den Himmel?
Auf der Josefswiese. Wobei ich dort allerdings noch lieber meine Balboa-Kunden herumjage.

Sie können Ihr ganzes Leben nur noch in einer Zürcher Beiz essen: In welche gehen Sie?
Schwierig. Gilt meine Küche auch als Beiz?

Mein perfekter Abend

Apéro
– Weiss- oder Rotwein im D-Vino, ca. 8 Franken

Abendessen
– Thunfischfilet im Heugümper beim Fraumünster, 49 Franken
– Oder: Rindsfilet in der Casa Aurelio an der Langstrasse, 54 Franken
– Oder: Tom Kha Gai bei Lily’s, 25 Franken

Drinks
– Basil Smash in der Dante Bar, 15 Franken
– Oder: Gin Tonic im Fat Tony, 15 Franken
– Oder: Wodka Soda in der Rimini Bar, 15 Franken

Ausgang
– Tanzen im Hive, Frieda’s Büxe, Supermarket oder Space Monkey, 25 Franken
– Dazu Drinks, 50 Franken

Ausgaben total:
ca. 150 Franken

Welches ist Ihr Züri-Soundtrack?
Die Klänge am Samstagabend im Club Frieda’s Büxe.

Welches Hintergrundbild ziert Ihr Smartphone?
Ich zu Hause auf meiner Couch – mit meinen 23 Katzen.

Wann können Sie nicht widerstehen, ein Selfie zu machen?
Wenn meine Kunden nach dem Training zerstört am Boden liegen und sich kaum noch bewegen können.

Welche Ecke Zürichs ist überbewertet?
Die Bahnhofstrasse: Zu viele Menschen, zu viel Hektik, zu viele Möglichkeiten, vom Tram überfahren zu werden, und zu touristisch.

Funktioniert Zürich auch ohne Geld?
Klar, besonders im Sommer, wenn sich das Leben draussen abspielt; beispielsweise am Zürichsee, am Letten oder auf dem Uetliberg.

Die Liebe Ihres Lebens?
Memes. Vor allem Katzen-Memes.

Auf welchen Luxus können oder wollen Sie nicht verzichten?
Trainieren zu können, wann immer mir danach ist.

Wo trinken Sie am Wochenende am liebsten einen Kaffee?
Im Kraftwerk, im Café Lang am Limmatplatz oder bei Roots and Friends im Balboa.

Welches ist der Geruch Ihrer Kindheit?
Der Geruch der Unbeschwertheit.

Wo findet einen in Zürich das Glück?
Das Glück sollte man nicht suchen, sondern von jedem Einzelnen selbst erschaffen werden. Und falls doch nicht, dann findest du es vielleicht bei einem Balboa-Training.

Welche Hoffnung haben Sie aufgegeben?
Dass in meinen Gruppentrainings immer alle zuhören, wenn ich das Work-out erkläre.


Die 28-jährige Andrea Nigg ist schon sportlich geboren, wie sie selbst sagt. Ihr Talent hat sie zum Beruf gemacht und arbeitet seit 2014 bei Balboa, einem der grössten Anbieter an Fitness- und Gym-Kursen. Nigg, die in Wädenswil aufgewachsen ist und heute im Kreis 4 wohnt, unterrichtet unter anderem Kurse wie Body Boost oder Booty. Zudem bietet sie auch Personal Trainings an.

Erstellt: 05.01.2020, 18:08 Uhr

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