Die Rückeroberung hat begonnen

Die Stadt hebt 770 Parkplätze auf. Sie muss sich aber auch um einen guten Transportersatz kümmern.

Heute kann man sich gar nicht mehr vorstellen, dass all der Platz einmal mit Autos vollgestellt war. Der Münsterhof. Foto: Doris Fanconi

Heute kann man sich gar nicht mehr vorstellen, dass all der Platz einmal mit Autos vollgestellt war. Der Münsterhof. Foto: Doris Fanconi

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Die Kündigung des historischen Parkplatzkompromisses ist selber historisch. Seit 25 Jahren wird Zürich durch links-grüne Parteien dominiert. Jetzt erst wagt der Stadtrat, was diese Parteien schon lange fordern: die Rückeroberung des öffentlichen Raums. Weniger fürs Auto, mehr für Fussgänger, Velofahrerinnen, Trams und Busse. Mit Autohass hat das nichts zu tun. Aber Autos brauchen Platz, sind gefährlich, laut und sondern viel CO2 ab. Darum verteilen viele Städte ihren Strassenraum um. Damit mit den Autos nicht auch die Menschen fernbleiben und die Innenstadtgeschäfte abserbeln, braucht es aber einen geeigneten Transportersatz. Das hat sich andernorts gezeigt.

Das Streichen von 10 Prozent der Parkplätze macht noch keine Revolution. Aber die 770 aufgehobenen Felder schaffen Platz, um die City von ihrer Autoabhängigkeit zu entwöhnen. So könnte es ihren Besuchern einst ergehen wie uns heute im Niederdorf. Unvorstellbar werden sie es finden, dass hier früher überall Autos herumstanden.

Erstellt: 06.11.2019, 23:24 Uhr

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