FCZ-Fankurve

Die Südkurve steht

Die Klappsitze in der FCZ-Fankurve sind demontiert. Jetzt werden im Letzigrund Zäune und neue Fluchttore ein- und Sitze ausgebaut.

Mehr Sicherheit für die Fankurven: Die neue Stehrampe im Letzigrund – noch fehlen die seitlichen Wände und der Zaun hin zum Spielfeld.

Mehr Sicherheit für die Fankurven: Die neue Stehrampe im Letzigrund – noch fehlen die seitlichen Wände und der Zaun hin zum Spielfeld. Bild: Reto Oeschger

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Noch keine fünf Jahre sind seit der Eröffnung des neuen Letzigrundstadions vergangen, und bereits zum zweiten Mal sind Umbauten nötig. Während vor zwei Jahren das einsturzgefährdete Dach mit Notsäulen gestützt und neu verschweisst werden musste, stehen diesmal die Fankurven im Zentrum. Nach diversen Prügeleien und Ausschreitungen an Fussballspielen hat sich herausgestellt, dass die Gitter an den Fansektoren zu geringe Hindernisse sind. Vor allem am abgebrochenen Derby zwischen GC und dem FCZ im Oktober vergangenen Jahres wurden die Zäune von den Hooligans mühelos überwunden und niedergerissen.

Bei den derzeitigen Bauarbeiten werden die Fankurven auch gegen das Spielfeld mit 2,2 Meter hohen Zäunen abgeschirmt. Zur Seite werden demontierbare Wände aus Stahl und Sicherheitsglas eingebaut, und in der FCZ-Südkurve haben die Bauarbeiter bereits die Klappsitze demontiert. Dies dient zwar nicht der Sicherheit, entspricht aber einem Wunsch der Fans, die für diese Massnahmen 150'000 Franken gesammelt haben, 200'000 Franken zahlt der FC Zürich.

Streit mit Implenia dauert an

Auf der anderen Stadionseite werden die Sitze nicht demontiert, da der Grasshopper-Club dieses Geld nicht zahlen wollte. Insgesamt kosten die Umbauten 2,3 Millionen Franken. Damit werden auch die Eingänge zu den Sektoren mit mannshohen Drehkreuzen besser gesichert. So wird verhindert, dass gewaltbereite Fans das Stadion stürmen, wie das Basler Hooligans am 11. Mai 2011 gemacht haben. Auf den neuen Stehplatzrampen in der Südkurve braucht es zur Sicherheit noch Stahlgeländer, sogenannte Wellenbrecher, und zusätzliche Fluchttore. Zudem müssen die Treppenstufen verbreitert werden. Patrick Pons, Sprecher des städtischen Schul- und Sportdepartements, zeigte sich gestern zuversichtlich, dass die Arbeiten rechtzeitig bis zum ersten Rückrundenspiel Anfang Februar beendet sein werden.

Vollkommen wird der Frieden im Letzigrund mit neuen Zäunen und Stehrampen noch nicht sein. Offen sind Streitereien zwischen der Stadt und der Baufirma Implenia. Einerseits gehts um Nachforderungen von Implenia aus der ersten Bauphase im Umfang von 23 Millionen Franken. Andererseits um die 12 Millionen Franken, welche die Dachsanierung gekostet hat. Implenia stellt sich auf den Standpunkt, dass sie gar nicht nötig gewesen wäre. Mit Entscheiden des Baurekursgerichts ist nicht vor dem Frühling zu rechnen.

Erstellt: 05.01.2012, 10:30 Uhr

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