Die Zürcher Bayern-Fans

Seit gestern sind die Zürcher Bayern-Fans weltweit bekannt: Fernsehsender strahlten ihr Banner in unzählige Wohnzimmer und Kneipen aus.

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Abseits des Spielfeldes, auf dem sich die Bayern gegen die Madrilenen durchsetzten, dürfte den Zürchern gestern ein Fanbanner ganz speziell ins Auge gestochen sein: Der Schriftzug BFC Zürich.

Tatsächlich, Bayern München hat einen Zürcher Fanclub. Und der kann sich sehen lassen. Stolze 250 Mitglieder zählt er. Kein Verein nur für Heimwehdeutsche, sondern ein buntes Durcheinander an Nationalitäten, erklärt der Präsident Holger Knobel in bestem Schweizerdeutsch.

Ab nach München

Einen Vereinstreffpunkt hat der BFCZ, den es seit 1996 gibt, allerdings nicht. «Der harte Kern von uns schaut die Spiele nicht am Fernsehen, sondern im Stadion. Wir versuchen an jedes Spiel zu reisen», sagt Knobel. Auch den grossen Showdown werden die Schweizer Bayern-Fans auswärts verbringen: «Wir nehmen an allen Sponsorenwettbewerben teil und tauschen uns mit anderen Fanclubs aus, in der Hoffnung, Karten zu ergattern.»

Die meisten Fans werden wohl oder übel leer ausgehen: Für die 17'500 Tickets habe Bayern München bereits mehr als eine Million Anfragen erhalten, sagt Knobel.

Fanrivalität gehört dazu

Plan B lautet: Trotzdem ab nach München ans Public Viewing. Der Schwarzmarkt ist gemäss Knobel keine Option, «wir geben schon genug Geld für die Reisen und die Auswärtsjahreskarten aus.»

Und wie reagieren die Fans der Zürcher Mannschaften auf den hauseigenen Bayern-Fanclub? Das letzte Jahr sei natürlich schwierig gewesen: «Wir hatten den FCZ und Basel als Gegner. Aber die Anfeindungen bewegen sich im sportlichen Rahmen», sagt Knobel. Eine gewisse Fanrivalität gehöre halt dazu.

Erstellt: 26.04.2012, 14:07 Uhr

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