Die beste Landschaftsarchitektur

Die Fachzeitschrift «Hochparterre» hat zwei Projekte aus dem Kanton Zürich ausgezeichnet.

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Gestern Abend wurden im Museum für Gestaltung erneut neun «Hasen» in Gold, Silber und Bronze vergeben. Seit 26 Jahren prämiert die Fachzeitschrift «Hochparterre» damit Projekte aus den Bereichen Architektur, Design und Landschaftsarchitektur. Auch Zürcher Arbeiten wurden dieses Jahr wieder prämiert. Heuer wird vor allem die Kategorie «Landschaftsarchitektur» von Arbeiten aus dem Kanton Zürich dominiert.

Schulhaus Krämeracker, UsterGanz Landschaftsarchitekten

Neu spielen die Schülerinnen und Schüler in preisgekrönter Architektur: das von Ganz Landschaftsarchitekten umgestaltete Schulhaus Krämeracker in Uster. Bild: Ganz Landschaftsarchitekten (Daniel Ganz)

Den goldenen Hasen gewinnt das Umgestaltungsprojekt des Primarschulhauses Krämeracker in Uster. Als «eine mutige und unkonventionelle Antwort auf eine konventionelle, aber gesellschaftlich relevante Frage» lobt die Jury die Arbeit der Ganz Landschaftsarchitekten aus Zürich. Denn die Frage, wie eine kinderfreundliche Schulhausanlage heute aussehen soll, scheint nicht so einfach zu beantworten zu sein.

Die Landschaftsarchitekten haben Gehwege aus verschiedenen geometrischen Bodenplatten verlegt, die im Kontrast zu den grobkörnigen Kieshügeln stehen. Diese sind bepflanzt mit zahlreichen sorgfältig ausgewählten Bäumen und Sträuchern, die den Kindern dennoch genügend Platz zum Spielen auf dem Schulhof lassen. Angelehnt ist das 11’000 Quadratmeter grosse Areal an ein Leiterlispiel, wie «Hochparterre» schreibt.

Studio Dietikon, DietikonDenkstatt, Basel und Zürich

Erhielt einen bronzenen Hasen: das Studio Dietikon. Bild: Martin Zeller/Denkstatt

Das Projekt «Studio Dietikon» belegte den dritten Platz in der Kategorie Landschaftsarchitektur, hinter dem Uferpark Attisholz in Luterbach im Kanton Solothurn. Beim «Studio Dietikon» handelt es sich um eine Vermittlungsplattform, die sich mit der Stadt- und Freiraumentwicklung beschäftigt. Die Jury betont, dass das Studio «mit unterschiedlichen Formaten nicht nur die immer selbe Gruppe der Mitwirkungsinteressierten» anspreche, und begründet seinen Entscheid weiter damit, dass das Projekt zeige, welche Rolle Landschaftsarchitektinnen und -architekten bei der Stadtentwicklung spielen können.

Weitere ausgezeichnete Projekte

Neben der Kategorie Landschaftsarchitektur wurden auch Hasen für Architektur und Design vergeben, wobei zwei weitere Schulhausprojekte prämiert wurden: Bronze in Architektur ging an die Schulanlage Les Vergers in Meyrin GE von Sylla Widmann Architectes, und Design-Gold gewannen die Lernlandschaften im Schulhaus St. Johann, Basel. Designt haben diese Matthias Mohr und Rolf Indermühle von ZMIK, Studio for Spacial Design aus Basel. Der goldene Hase in der Kategorie Architektur ging an das Wohnatelierhaus Altes Weinlager in Nuglar im Kanton Solothurn des Lilitt-Bollinger-Studios.

Zum ersten Mal vergeben wurde das Kaninchen, ein Förderpreis für das Erstlingswerk junger Architektinnen und Architekten. Gewonnen haben diesen Adrien Comte und Adrien Meuwly für einen Bau in Vernier im Kanton Genf. Die jungen Architekten haben die Jury mit der Kombination von Alt und Neu überzeugt – sie haben an ein altes Chalet eine Art langgezogenen Rucksack angebaut.


Alle Siegerprojekte sind bis am 5.1.2020 im Museum für Gestaltung, Ausstellungsstrasse 60, Zürich, zu sehen.

Erstellt: 04.12.2019, 14:59 Uhr

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