Die erste lange Ballnacht der Saison

Nun feiern sie wieder. «Tout Zurich» war am Kispi-Ball, gleichzeitig tanzten die Lazarus-Ritter.

Im Baur au Lac auf der Tanzfläche: Irina und Walter Beller sind Habitués der Zürcher Ballszene.

Im Baur au Lac auf der Tanzfläche: Irina und Walter Beller sind Habitués der Zürcher Ballszene. Bild: Esther Michel

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Der Kispi-Ball im Hotel Baur au Lac ist noch jung, hat aber bereits Tradition: Er eröffnet die Zürcher Ballsaison, und er tut es mit Stil – mit einer Rekordspende. Einen Check über 620 000 Franken durfte Kinderspital-Direktor Felix H. Sennhauser am Samstagabend entgegennehmen, das ist dreimal mehr als vor sieben Jahren, als der Kispi-Ball seine Premiere feierte.

Dem Anlass fehlt zwar noch die lange Tradition, aber man kennt sich bereits. Der Abend beginnt wie ein Klassentreffen, zur Begrüssung beim Apéro gab es Champagner, Küsschen da und Küsschen dort und Komplimente über die neueste Ballgarderobe. Inoffizielle Ballkönigin war Julia Saner, internationales Schweizer Topmodel. Sie erschien an der Seite ihres Onkels, des Zürcher Prominentencoiffeurs Danniel Saner, trug ein schwarzes, mädchenhaft romantisches Volantkleid, das vorne viel kürzer war als hinten.

Dimitris breites Lachen

Passend zur Jahreszeit war die weibliche Ballgarderobe farblich höchst abwechslungsreich. Die Palette reichte dabei von Geschmacklosigkeiten bis zu Traumkleidern. Nicht so prominent wie auch schon war die Prominenz vertreten. Gesehen wurden: der flamboyante Bauunternehmer Walter Beller und seine Frau Irina, FDP-Regierungsrat Thomas Heiniger und seine Frau Susanne, TV-Frau Anna Maier und Ehemann Urs Bruggisser, Immobilienkönig Urs Ledermann, Chirurg Christoph Wolfensberger, Wetterfrosch Thomas Bucheli, «Tagesschau»-Frau Katja Stauber mit Gatte Florian Inhauser, Pfarrerin Katharina Hobby mit Partner Andrea Marco Bianca, Hotel-Gotthard-Besitzerin Ljuba Manz, Tanja Gutmann, ehemalige Miss Schweiz, und Clown Dimitri, der immer noch so breit lachen kann wie kein anderer.

Ein Ball-Newcomer

Noch wesentlich jünger als der KispiBall, der eigentlich schon fix im Kalender von «Tout Zurich» figuriert, ist der Ball einer Wohltätigkeitsinstitution, die einen extrem langen Namen hat: Militärischer und Hospitalischer Orden des Heiligen Lazarus von Jerusalem. Den Ritterorden selber gibt es zwar praktisch ewig, nämlich seit 1000 Jahren, aber in der Schweiz hat er am Samstag zum allerersten Mal einen Ball ausgerichtet. Mit seinen gut drei Dutzend Schweizer Mitgliedern ist der Lazarus-Orden auch nicht besonders gross. Aber dank der schneeweissen Uniformen mit Seidenbändern, glitzernden Orden und Glacéhandschuhen war die Ambiance im Belvoirpark kaum zu schlagen. Damen, übrigens, sind bei den Lazarus-Rittern gleichberechtigt. Sie tragen als Kennzeichen nur Orden, die jüngeren wie Colliers überm Décolleté.

Für die Organisation hat Ordensfrau Sonja Böhm auf Ivona Falda gesetzt. Die Chefin von World of Imagine lanciert sonst auch Partys für 1600 Personen, für die 120 Lazarus-Gäste im Belvoirpark betrieb sie kaum weniger Aufwand. Unter den Tombolapreisen war Kunst von Ilona Hug, als Glücksfee amtierte Chanteuse Lys Assia, unter den Ehrengästen war die Miss Handicap dieses Jahres, Stefanie Dettling. Das ist zwar noch längst kein Hochglanzanlass für die A-Liste der Zürcher Prominenz, aber für die paar Schweizer Lazarus-Ritter ein Achtungserfolg.

Jetzt kommt der Medienball

Mit dem Kispi- und dem Lazarus-Ball ist die Zürcher Ballsaison lanciert. Der nächste Höhepunkt folgt schon diesen Samstag, wenn Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf, gestärkt durch das Wahlresultat, dem Schweizer Medienball im Dolder Grand die Aufwartung machen wird. Den Abschluss macht dann der Opernball.

Erstellt: 24.10.2011, 10:21 Uhr

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