«Die vielen Arbeitsstunden waren leider vergebens»

Das Openair Zürich kann 2009 nicht auf dem Hönggerberg stattfinden, weil die ETH das Gelände nicht mehr bereitstellt. Veranstalter Rolf Ronner ist vom Entscheid enttäuscht.

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Vom 8. bis 10. Juni 2007 fand auf dem Gelände der ETH Hönggerberg das erste Openair Zürich statt; bekannte Bands wie Tocotronic, Deichkind oder Orishas zogen über 12'000 Besucher an, der Anlass verlief friedlich. Trotz eines kleinen Defizits waren die Veranstalter um den 28-jährigen Uni-Studenten Rolf Ronner zuversichtlich, den Event 2008 erneut durchführen zu können. Das Vorhaben scheiterte, weil wegen der Euro 08 nicht genügend Sponsoren akquiriert werden konnten. Für Ronner und sein Team war aber klar, dass es 2009 definitiv zu einer Neuauflage kommen sollte. Nun berichtet die Quartierzeitung «Zürich Nord», dass die ETH die Bewilligung nicht erteilt. Der Grund: Man werde auf dem Gelände am Hönggerberg die ersten Gebäude des «Student Housing» (sie sind Teil des Science-City-Projekts) errichten. Dass aber im kommenden Jahr tatsächlich mit dem Bau dieser Häuser begonnen wird, ist laut «Zürich Nord» höchst unwahrscheinlich.

Herr Ronner, hat Sie der Entscheid der ETH, das Festivalgelände für Ihr Openair nicht mehr zur Verfügung zu stellen, auf dem falschen Fuss erwischt?
Das kann man so nicht sagen. Wir haben gewusst, dass die Wiese irgendwann nicht mehr zur Verfügung steht. Aber dass dies schon 2009 der Fall ist, hat mich schon ein wenig überrascht. Und auch enttäuscht.

Hatten Sie schon Verträge mit Bands abgeschlossen? Oder anders gefragt? Ist Ihnen durch den Entscheid finanzieller Schaden entstanden?
Nein, es gab keine Verträge, das wäre unprofessionell, Verträge abzuschliessen, ohne eine Zusage für das Gelände zu haben. Aber die vielen Arbeitsstunden, die wir bis zum Ende der Projektierungsphase geleistet haben, waren leider vergebens.

Das heisst, ein auf den Hönggerberg ausgerichtetes Openair-Programm lag fertig in der Schublade?
Ja, das ist so.

Können Sie dieses Konzept nicht auf einen anderen Standort anwenden?
Nein, das geht nicht. Zudem ist es wichtig, ein Musikfestival an einen fixen Standort zu binden, wenn man es etablieren will. Nur so kann ein Openair-Geist entstehen.

Ist das Openair Zürich mit dem Entscheid der ETH definitiv gestorben?
Nein, keinesfalls. Aber mehr kann und darf ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht verraten. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 07.10.2008, 22:06 Uhr

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