«Diese Stadt ist einfach nicht zu umgehen»

SP-Präsident Christian Levrat spricht heute Abend im Kreis 5 am Röntgenplatzfest – unter anderem über Wohnungsnot.

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Herr Levrat, Sie halten heute Abend eine Rede am Quartierfest auf dem Röntgenplatz. Was verschafft uns die Ehre?
Ich bin gerne bei den Leuten und habe mich über die Einladung an dieses Fest gefreut. Dort soll immer eine tolle Stimmung herrschen, sagte man mir. Ich bin gespannt.

Und wir sind gespannt darauf, ob Sie auch die akute Wohnungsnot-Diskussion ansprechen werden. Sie halten Ihre Rede ja in einem ehemaligen Arbeiterquartier, das immer mehr Besserverdienende anzieht, was auch die Mietzinse in die Höhe treibt.
Ich werde über Kaufkraft sprechen. Und dazu gehören natürlich bezahlbare Wohnungen. Zusammen mit dem Mieterverband haben wir in den letzten Jahren zahlreiche Bestrebungen unternommen, um die Wohnungsnot zu mildern. Leider scheint es – vor allem seitens des Bundes – am politischen Willen zu fehlen, um wieder vermehrt soziale Wohnungen zu errichten. Gerade bei Sanierungen von alten Wohnungen müsste der Bund die notwendige Unterstützung leisten, nicht zuletzt aus ökologischen Gründen.

Sie haben ja gerade erst am 1. Mai eine Rede in Zürich gehalten und jetzt schon wieder. Es scheint Ihnen sehr gut zu gefallen in unserer Stadt.
(lacht) Ja, Downtown Switzerland! Ob ich mich in den Hilfswerken, den Gewerkschaften oder der Politik engagiere, ich bin immer einen Tag pro Woche in Zürich. Diese Stadt ist einfach nicht zu umgehen. Ich komme aber meistens gern.

Und am Wochenende darauf werden Sie gleich noch eine Rede beim Botellón auf der Blatterwiese halten?
(lacht laut) Ich bin sicher, dass dort keine Reden gefragt sind. Mich besorgt der Medienrummel, der um diese Art von Treffen gemacht wird, sodass diese zu einem Hype werden. Wir dürfen nicht einfach zuschauen: Die Städte sollten die Jugendlichen in gewissen Bereichen wie Sicherheit oder Sauberkeit unterstützen, wie sie es bei anderen Grossanlässen auch tun. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 22.08.2008, 08:56 Uhr

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