Ein Neubau auf der Fritschiwiese?

Auf der Parkanlage zwischen Aemtler- und Badenerstrasse stehen Bauvisiere – was normalerweise auf einen Neubau hindeutet. Doch dahinter stecken keine Spekulanten, sondern Künstler.

«Eine Brücke schlagen von alten zu neuen Schutzdispositiven»: Bauvisiere auf der Fritschiwiese.

«Eine Brücke schlagen von alten zu neuen Schutzdispositiven»: Bauvisiere auf der Fritschiwiese.
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Wo Bauvisiere stehen, wird in der Regel gebaut. Die Rohre zeigen jeweils die Ausmasse von geplanten Neubauten an. Wenn sie stehen, bleibt Anwohnern, die mit dem Projekt nicht einverstanden sind, 30 Tage um Einspruch zu erheben. Seit einer Woche stehen solche Visiere auf der Fritschiwiese.

Doch dahinter stecken keine Immobilienspekulanten. Für das Projekt ist die Rote Fabrik verantwortlich. Ein Kollektiv habe die Installation im Rahmen des Kunstfestivals «UnterGrund» aufgestellt.

Ausmasse des Bunkers

Die Gestänge verweisen auf eine Kunstaktion, die eigentlich unter dem Boden stattfindet. «Viele Leute wissen nicht, dass unter der Fritschiwiese ein Zivilschutzbunker liegt», erkärt Navid Tschopp, der zum Kollektiv gehört, das die Anlage in den nächsten Wochen kreativ nutzen will.

Mit den Bauvisieren, die seit Montag stehen, würden «die Ausmasse des Bunkers sichtbar gemacht». Es habe eine Zeit gegeben, wo man sich habe verstecken müssen. «Doch der kalte Krieg ist passé.» Mit der Aktion wollten die Initianten «eine Brücke schlagen von alten zu neuen Schutzdispositiven». Mehr verraten will Tschopp nicht, da sonst «die Kreativität der Passanten zu stark eingeschränkt» werde. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 13.05.2010, 09:19 Uhr

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