Eine neue Wache am Wasser

Nach 65 Jahren kann das Gebäude der Wassserschutzpolizei am Mythenquai ersetzt werden: 86 Prozent der Zürcher Stimmberechtigten sagt Ja zum Neubauprojekt.

20,97 Millionen Franken für den Ersatzneubau der Wache Wasserschutzpolizei: So haben die Zürcherinnen und Zürcher entschieden.


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Seit den 1950er-Jahren steht das heutige Wachegebäude der Wasserschutzpolizei am Zürcher Seeufer. Weil die Bausubstanz in einem schlechten Zustand ist, will die Stadt die Wache durch einen Neubau ersetzen. Die Kosten dafür liegen bei 20,97 Millionen Franken. 86 Prozent der Stimmberechtigten haben dem Objektkredit für das Neubauprojekt zugestimmt.

Schon im September will die Stadt gemäss aktueller Planung mit dem Bau von Provisorien beginnen, um den Amtsbetrieb aufrechterhalten zu können. Die Provisorien werden am Standort Tiefenbrunnen und im Gebäude der Bootsvermietung beim Hafen Enge eingerichtet. Baustart für den Neubau selbst ist für November 2019 vorgesehen. Ende 2021 kann die Wasserschutzpolizei den Betrieb im neuen Gebäude am Mythenquai aufnehmen.

Alles unter dem «Coray»-Dach

Im geplanten Bau werden neben der 24-Stunden-Wache der Wasserschutzpolizei neu auch die Kommissariatsleitung und die Fachgruppe Umweltdelikte untergebracht, die derzeit in einem Gebäude beim Tiefenbrunnen einquartiert sind.

Ein dreigeschossiger Neubau am Seeufer: Hier soll die Wache der Wasserschutzpolizei neu untergebracht sein.

Das Projekt «Coray» des Teams von e2a eckert eckert architekten ag aus Zürich, das beim Architekturwettbewerb für den Ersatzneubau als Sieger hervorging, präsentierte die Stadt bereits im September 2012. Das dreigeschossige Gebäude ergänze die Reihe von teilweise denkmalgeschützten Bootshäusern aus den 1930er-Jahren der verschiedenen Ruderklubs in sinn- und stilvoller Weise, teilte die Stadt damals mit.

Rekurs vom Seeclub

Die Vorlage war unbestritten und wurde von allen Parteien unterstützt. Der Seeclub Zürich rekurrierte allerdings 2012 gegen die vom Gemeinderat beschlossene Umzonung, die für das Projekt nötig war. Er berief sich damals auf sein Nutzungsrecht für einen Teil des Landstücks aufgrund einer Sondernutzungskonzession.

Das Baurekursgericht gab dem Seeclub Recht und hob den Parlamentsbeschluss auf. Die Stadt rief in der Folge das Verwaltungsgericht an. Im Sommer 2014 bekam die Stadt schliesslich Recht und konnte Umzonung am Mythequai vornehmen. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 19.05.2019, 13:42 Uhr

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