Erlebbare Geschichte für zwei Millionen Franken

Die Geschichte Zürichs erlebbar machen: Das will der Stadtrat im Landesmuseum realisieren. Dafür sollen knapp 1,8 Millionen Franken lockergemacht werden – die Betriebskosten nicht miteingerechnet.

Ein Platz für die Geschichte Zürichs: Landesmuseum beim Hauptbahnhof.

Ein Platz für die Geschichte Zürichs: Landesmuseum beim Hauptbahnhof. Bild: Steffen Schmidt/Keystone

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Im Landesmuseum soll ab Eröffnung des Erweiterungsbaus im Jahr 2016 auf 330 Quadratmetern mit multimedialen Installationen die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Raums Zürich erläutert werden. Hinter dem Projekt «Zürich im Landesmuseum» stehen Stadt und Kanton Zürich und das Schweizerische Nationalmuseum. Der Zürcher Stadtrat beantragt dem Gemeinderat einen Investitionsbeitrag von 1,76 Millionen Franken sowie einen jährlichen Betriebsbeitrag von 300'000 Franken für die Jahre 2016 bis 2019, wie er am Montag mitteilte.

Die städtischen Beiträge stehen unter dem Vorbehalt, dass auch Regierungs- und Kantonsrat sowie das Schweizerische Nationalmuseum ihre Anteile an den Investitions- und Betriebsbeiträgen bewilligen. Der Kanton soll 2,46 Millionen Franken aus dem Lotteriefonds für Investitionen und 300'000 Franken jährlich für den Betrieb beisteuern. Das Landesmuseum beteiligt sich mit 300'000 Franken in Form von Sachleistungen an den Betriebskosten.

«Ort, an dem Zürich über sich selbst erzählt»

Es fehle «ein Ort, an dem Zürich über sich selbst erzählt», heisst es in der Mitteilung. Dies solle nun mit der permanenten Einrichtung im Landesmuseum geändert werden.

Es gehe darum, Wissen über Zürich zu vermitteln und erfahrbar zu machen. Zudem solle Zürichs Identität anschaulich dargestellt, erklärt und damit gestärkt werden. Das Projekt will aber auch die Region als spannenden, geschichts- und zukunftsträchtigen Raum anpreisen. Vorgesehen ist, dass Verbindungen zu kulturhistorischen Institutionen in der Stadt und im Kanton geschaffen werden.

Mit dem Projekt «Zürich im Landesmuseum» würden Ideen konkretisiert, die schon seit einiger Zeit kursierten. Die Stadt Zürich könne eine wesentliche Lücke im städtischen Museums- und Kulturangebot schliessen und die eigene Geschichte und Identität in ansprechender Form darstellen, heisst es in der Mitteilung.

Die Kooperation mit Kanton und Schweizerischem Nationalmuseum bringe erhebliche Synergien mit sich. Dadurch liessen sich die Kosten minimieren. (jcu/sda)

Erstellt: 15.07.2014, 14:00 Uhr

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