Ermittler können endlich die Brandruine beim HB betreten

Die Eigentümerin beginnt am Montag mit den Aufräum- und Sicherungsarbeiten.

Drohnenaufnahmen zeigen das verbrannte Innenleben der teilweise ausgebrannten Gebäude. Video: Tamedia/SDA

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An prominenter Stelle direkt neben dem Hauptbahnhof brannten am 25. August drei markante Belle-Epoque-Gebäude, alle rund 120 Jahre alt. Nach dem Ereignis durfte niemand die Gebäude betreten, zu gross war die Einsturzgefahr. Unklar ist die Brandursache damit bis heute.

Entsprechend liefen in den Tagen und Wochen nach dem Grossbrand die theoretischen Mutmassungen. Innen sei nicht mehr viel von den Gebäuden übrig, hiess es. Und es flammten Diskussionen auf, wie die Stadt mit so einem Fall umgehen soll. Fassade wahren und dahinter alles neu bauen? Oder ehrlich sein, das Gebäude einreissen und etwas Neues bauen?

Am Mittwochabend verschickte nun die Besitzerin der drei Gebäude eine Medienmitteilung zum Stand der Dinge; sie dürfte die Mutmassungen fürs Erste beenden. Die PSP Swiss Property teilte auf wenigen Zeilen mit, dass ein «Aufräum- und Wiederaufbaukonzept» für die Bauten an Bahnhofplatz und Bahnhofquai vorliege.


Video: So heftig waren die Explosionen beim HB Zürich

Beim Brand in der Nacht auf Samstag kam es innert kürzester Zeit zu zwei heftigen Explosionen. Trümmerteile flogen bis zu 200 Meter weit.

Der erste Meilenstein darin: Am Montag starten die Aufräumarbeiten. Sie würden mit dem Ersatz des beschädigten Kranauslegers beginnen und dauerten voraussichtlich bis Februar 2019. Die PSP Swiss Property geht davon aus, «dass zumindest die wertvollen und denkmalgeschützten Fassaden erhalten werden, und beabsichtigt, die Gebäude im bisherigen Erscheinungsbild wieder aufzubauen». Nun können also auch die Ermittler die Brandruine betreten.

Historisches Innenleben

Vasco Cecchini sagte auf Anfrage, im Vordergrund stehe erst einmal das Aufräumen. Man müsse Schritt für Schritt vorangehen und dabei auch feststellen, welche Teile wirklich erhalten werden können. Der Chief Operating Officer von SPS versicherte, man arbeite dabei eng mit der Denkmalpflege zusammen. Es gehe nicht nur um die Fassaden selber, sondern auch um historisch wertvolle Substanz im Innern der Gebäude.

Ausgebrochen war das Feuer im Eckhaus am Bahnhofplatz. Die PSP hatte dieses 2004 erworben, zum Zeitpunkt des Brandes befand es sich im Umbau. 55 Millionen Franken waren für die Renovationsarbeiten vorgesehen, die ersten Mieter sollten Ende 2019 einziehen. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 10.10.2018, 18:36 Uhr

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