Freibäder für Kalt- und Warmwasserratten

Die nächsten Tage könnten die letzten Badetage sein. Wer im Wasser nicht frieren will, muss bloss ins richtige Freibad hüpfen – die Temperaturen variieren nämlich stark.

Ein Sprung ins Allenmoos-Schwimmerbecken, das mit 22 Grad zu den mittel warmen Freibädern gehört.

Ein Sprung ins Allenmoos-Schwimmerbecken, das mit 22 Grad zu den mittel warmen Freibädern gehört. Bild: Doris Faconi

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Die Badesaison neigt sich dem Ende zu. Wer trotz sinkender Lufttemperaturen im Wasser nicht frieren will, braucht bloss das richtige Freibad zu wählen. Auhof und Seebach profitieren beide von der Nähe zur Kehrichtverbrennung Hagenholz und heizen mit Fernwärme. Viele Stammgäste seien den Bädern auch dank der angenehmen Temperaturen von 24 bis 25 Grad treu, sagen die Betriebsleiter. Das von der Dolder-Holding betriebene Dolder-Bad wird mit Strom ebenfalls auf 24 Grad beheizt.

Im Freibad Heuried ist das Wasser satte 23 Grad warm, obwohl nicht geheizt wird. Zum einen bietet der Uetliberg Schutz vor kühlem Wind, zum anderen wird mittels eines Wärmetauschers die Temperatur des abfliessenden Wassers genutzt. Die Leitung, durch die täglich frisches Wasser ins Becken strömt, läuft parallel zur Leitung, aus der ein Anteil des aufgewärmten Poolwassers aus dem Becken fliesst. So lässt sich das frische Wasser erwärmen. Auch im Allenmoos wird über die Wasserzirkulation Wärme gewonnen. 22 Grad warm ist dort das 50-Meter-Becken.

Als die Leute noch tougher waren

Das Freibad Zwischen den Hölzern an der Grenze zu Oberengstringen wurde in den 60er-Jahren gebaut, als die Leute noch tougher waren, scherzt die Betriebsleiterin. Mit 21 Grad sei es nichts für Gfrörli, dafür würden sich Sportschwimmer besonders wohl fühlen im kühlen Nass.

Im von Max Frisch entworfenen Freibad Letzigraben kommt es immer wieder vor, dass sich Gäste über die kühle Temperatur – zurzeit auch 21 Grad – beklagen. Das mag daran liegen, dass die Badegäste sich dort wärmere Temperaturen gewohnt waren. Früher konnte aus den Gebäuden der Firma Siemens über Fernwärme Energie bezogen werden. In den letzten Jahren versiegte diese Wärmequelle, weil Siemens die eigenen Gebäude energietechnisch optimiert hat. Um mindestens den kleinen Gästen weiterhin ein geheiztes Becken bieten zu können, werden das Nichtschwimmer- und Planschbecken mit einer Wärmepumpe geheizt. Laut dem Bäderchef Hermann Schumacher habe diese bis anhin noch nicht die erforderliche Leistung erbracht. Optimierungsarbeiten seien im Gange. Zusätzlich werde nach neuen Fernwärme-Quellen für das Schwimmer- und Sportbecken gesucht. Mindestens die nächsten zwei Saisons werde man sich nur auf die Wärmepumpe abstützen können.

Frische Planschbecken

Dass die kleinsten Becken entgegen der Intuition oft die kühlsten sind, liegt am häufigen Wasserwechsel. So wird das Wasser im Planschbecken beim Unteren Letten bei richtig schönem Wetter täglich ganz geleert und neu eingelassen. «Das Planschbecken ist mit 20 bis 21 Grad schön frisch, dafür sauber», sagt der Betriebsleiter. Schön frisch ist auch der See mit 21 und die Limmat mit 20 Grad. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 29.08.2008, 08:44 Uhr

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