Fünf Konkurrenten buhlen um das neue Züri-Tram

Ende 2016 soll es durch Zürich rollen: Ein Tram, das 250 Passagiere fasst.

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Die Eingabefrist für Offerten für die neuen Trams von Zürich ist letzte Woche abgelaufen. Jetzt liegen den Verkehrsbetrieben Zürich (VBZ) Angebote von fünf Herstellern vor. Welche das sind, verraten die VBZ nicht – alles vertraulich, lautet die Antwort. Keinen Hehl aus ihrem Interesse machen Bombardier und Siemens, von denen heute schon die meisten Trams in der Schweiz unterwegs sind: die Cobra in Zürich oder der Combino in Basel und Bern.

Bombardier Schweiz mit Sitz in Oerlikon offeriert den Typ Flexity, von dem gemäss Werkangaben weltweit bereits 1200 Fahrzeuge in verschiedenen Variationen unterwegs sind. Siemens Schweiz mit Sitz in Albisrieden offeriert das Modell Avenio M, das unter anderem von München, Den Haag und Katar bestellt worden ist. Als weiterer Interessent gilt Stadler Rail im Thurgau, der 2009 sein Modell Tango in Zürich Probe fahren liess. Was er offeriert hat, war nicht in Erfahrung zu bringen. Die Firma Alstom wiederum – auch ein oft genannter Kandidat – gibt auf Anfrage bekannt, dass sie nicht offeriert habe.

Zuschlag noch dieses Jahr

Die VBZ werden in den kommenden Monaten die Offerten prüfen und vergleichen und schliesslich Antrag für ein bestimmtes Modell stellen. Danach entscheiden der Stadtrat und der kantonale Verkehrsrat. Der Fahrplan sieht vor, dass der Zuschlag noch vor Weihnachten erfolgt, damit Ende 2016 die ersten der neuen Trams auf die Schiene kommen. Dann sind die ältesten der Trams Modell 2000 40 Jahre alt und werden ausgemustert. Um sie zu ersetzen, sind vorerst 30 neue Fahrzeuge nötig, ab 2025 nochmals 40. Deshalb mussten die Hersteller zwei Angebote machen: eines für 30 und eines für 70 Trams.

Die VBZ wollen ein Tram, das maximal 43 Meter lang ist (7 mehr als die Cobra), das 250 Passagiere fasst (30 mehr) und das einen durchgehend tiefen Boden hat. In den letzten Jahren kostete ein Tram dieser Grösse in Mitteleuropa zwischen 3,6 und 4,3 Millionen.

Erstellt: 08.04.2013, 08:28 Uhr

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