GC-Showtraining in luftiger Höhe

Die Cupsieger inszenierten auf dem Mobimo Tower auf 80 Quadratmeter Kunstrasen eine Trainingseinheit – samt Penaltyschiessen.

Spass trotz Wind und Kälte: GC-Goalie Roman Bürki liess sich im Penaltyschiessen von drei ausgelosten Fans nicht bezwingen.


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Als Frühlingsanlass war das Showtraining auf dem Dach des 81 Meter hohen Mobimo Tower geplant gewesen. Doch das garstig-kalte Wetter hätte so gar nicht dazu gepasst. Ideal war deshalb, dass GC am Montag den Cupsieg geholt hatte und der Event kurzerhand zur Siegesfeier erklärt werden konnte. Das Hotel Renaissance, das die ersten 15 Geschosse des Turms belegt, ist seit einem Jahr Sponsor des Fussballclubs.

Auf dem Dach des Mobimo Tower haben gewöhnlich nur Techniker und Fensterputzer Zutritt. Brüstungen gibt es keine, und auf dem Boden liegen überall Blitzableiterdrähte, die sich als tückische Stolperfallen entpuppen können. Von den GC-Spielern ist aber keiner gestürzt. Ihnen schien das Showtraining auf dem Dach trotz Wind und Kälte Spass zu machen. Vergleiche zwischen dem Höhenflug des Clubs und dem luftigen Ort drängten sich geradezu auf. Doch GC-Trainer Uli Forte winkte ab. Man dürfe jetzt nicht abheben. Und für André Dosé, den Präsidenten des Clubs, ist die Dachterrasse ein schöner Ort, um den Cupsieg zu feiern. «Doch wir wollen noch höher steigen und auch das Spiel am nächsten Sonntag gegen den FCB gewinnen.»

Helikopter flog ein Tor ein

Um das Showtraining möglichst echt zu gestalten, wurde ein grosser Aufwand betrieben: Ein Helikopter flog eigens ein Tor aus dem Letzigrund auf das Dach. Und weil sich der Boden wegen der vielen Drähte nicht zum Spielen eignet, hatten Arbeiter eine kleine Bühne aufgebaut und darauf 80 Quadratmeter Kunstrasen verlegt. Drei GC-Fans, die ausgelost worden waren, durften Goalie Roman Bürki im Penaltyschiessen testen. GC-Marketing-Chef Adrian Fetscherin schärfte ihnen ein, unbedingt auf das Tor zu zielen. Ein Fangnetz hinter dem Tor gab es nämlich nicht.

Zwei Männer und eine Frau versuchten nacheinander, die Bälle an Bürki vorbei ins Tor zu zirkeln. Sie waren chancenlos. «In dieser Höhe im Goal zu stehen, ist zwar kein Problem, auch der Kunstrasen ist von guter Qualität», sagte Roman Bürki. Mühe bereite ihm aber der starke Wind. Auch darum forderte Dosé seine Spieler auf, möglichst bald wieder ins warme Gebäude zurückzukehren und nicht länger als nötig in der Kälte auszuharren.

Im Showbusiness – auch der Sport zählt letztlich zu dieser Kategorie – werden Dächer immer wieder für Inszenierungen genutzt. Als Mutter aller Dachspektakel gilt wohl das Konzert der Beatles. Am 30. Januar 1969 spielten die Fab Four auf dem Apple-Gebäude in London; zahlreiche Bands kopierten seither die Idee. Für Schlagzeilen sorgte auch der Tennismatch Federer gegen Agassi auf dem Heliport des Hotels Burj al-Arab in Dubai in 210 Meter Höhe. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 23.05.2013, 10:28 Uhr

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