Gewerkschaften halten an Lohnforderungen fest

Trotz des 600-Millionen-Lochs in der Kasse der Stadt Zürich sollen die Reallöhne der städtischen Angestellten erhöht werden. Das fordert die Gewerkschaft VPOD.

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Die Gewerkschaft VPOD will trotz schlechterer Finanzlage der Stadt Zürich 2009 nicht auf eine Reallohnerhöhung verzichten. Sie verlangt neben dem Teuerungsausgleich 2,5 Prozent mehr Lohn oder eine zusätzliche Ferienwoche.

Steuersenkung von 2007 rückgängig machen

Der VPOD halte an seiner Lohnforderung fest, teilte die Gewerkschaft heute Mittwoch mit. Trotz der Steuerausfälle sei die Lohnerhöhung im Umfang von rund 50 Millionen Franken für die Stadt tragbar, angesichts des Finanzpolsters von rund 1 Milliarde Franken.

Und sollten sich die düsteren Prognosen von Finanzvorstand Martin Vollenwyder bewahrheiten, könne die Stadt die 3-prozentige Steuersenkung von 2007 wieder rückgängig machen, schlägt die Gewerkschaft vor.

Teuerungsausgleich unbestritten

Laut Angaben Vollenwyders vom Dienstag reisst die Bankenkrise ein dickes Loch in die Stadtkasse, weil sie zu Steuerausfällen von rund 600 Millionen Franken führt. Der Stadtrat rechnet deshalb mit Defiziten von bis zu einer halben Milliarde Franken in den nächsten drei Jahren.

Entsprechend könne sich das Vermögen der Stadt halbieren. Vollenwyder will deshalb mit den Gewerkschaften für 2009 nicht auf Lohnverhandlungen eintreten. Unbestritten sei dagegen der in der Personalverordnung verankerte Teuerungsausgleich. (fsc/sda)

Erstellt: 03.09.2008, 13:59 Uhr

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