Giftiger Nachwuchs

Im Zoo Zürich haben verschiedene Pfeilgiftfrösche in den letzten Monaten Junge bekommen. Die meisten von ihnen werden im Rahmen eines Zuchtprogramms an andere Zoos weitergegeben.

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Rund 40 Goldgelbe Pfeilgiftfrösche haben sich in den letzten Tagen entwickelt, weitere 20 Jungtiere dieser Art sind noch Kaulquappen, wie es in einer Mitteilung vom Zoo Zürich vom Mittwoch heisst.

Die knallgelbe Färbung der Frösche vermittelt bei den Tieren die Botschaft «Achtung giftig!» Und dieses Gift ist höchst potent: Die Jäger der indigenen Bevölkerung brauchten es bis vor wenigen Jahren für ihre Blasrohrpfeile.

Trotz der Giftigkeit sind die kleinen Frösche aus Kolumbien vom Aussterben bedroht. Ihre Hauptbedrohung ist der Verlust ihres tropischen Lebensraumes. Ebenfalls vom Aussterben bedroht sind die Maranon-Pfeilgiftfrösche. Die letzte bekannte Population lebt im Nordosten Perus. Die Art scheine auf einen intakten Regenwald angewiesen zu sein, heisst es in der Mitteilung weiter.

Jungtiere werden an andere Zoos weitergegeben

Auch hier hilft der Zoo Zürich mit seinem Zuchtprogramm gegen das Aussterben. Rund 50 kleine Maranon-Fröschlein sind in einem separaten Aufzuchtsterrarium untergebracht. Die meisten der Pfeilgiftfrösche werden an andere Zoos weitergegeben, wie Kurator Samuel Furrer auf Anfrage sagte.

Am 29. Februar findet der Internationale Tag der Amphibien statt, an dem sich über 60 Zoos beteiligen. Dann soll auf die prekäre Lage der Amphibien aufmerksam gemacht werden. Fast die Hälfte ist auf der Roten Liste der bedrohten Arten zu finden.

Ins Leben gerufen wurde dieser Internationale Tag von der Amphibien-Arche, einer Organisation der Weltnaturschutzorganisation und des Weltverbandes der Zoos und Aquarien. Die Amphibien-Arche will Hunderte von Arten vor dem Aussterben bewahren und Platz und Wissen in den Zoos schaffen, um Arten langfristig zu erhalten.

(tif/sda)

Erstellt: 15.02.2012, 15:35 Uhr

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