Gnadenfrist für Familie Comagic

Die serbische Familie Comagic, welche die Schweiz Ende August hätte verlassen müssen, darf vorläufig bleiben. Das hat das kantonale Migrationsamt entschieden, wie Regierungssprecherin Susanne Sorg gestern auf Anfrage sagte.

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Die Mutter und ihre beiden 14-jährigen Zwillingstöchter müssen laut einem rechtskräftigen Regierungsentscheid vom 7. Mai nach 13 Jahren in ihr Herkunftsland Serbien zurückkehren. Peter Bolzli, der Anwalt der dreiköpfigen Familie, hat aber ein Wiedererwägungsgesuch eingereicht. Gemäss Rechtsanwalt Bolzli liegen neue Beweismittel vor, die das Kindeswohl der Zwillingsschwestern betreffen.

Hängig ist auch noch eine Petition an die Regierung mit rund 2000 Unterschriften, die ein Schülerkomitee aus dem Quartier Enge im Juli eingereicht hat. Die Jugendlichen aus dem Schulhaus Lavater fordern ein Bleiberecht für ihre Mitschülerinnen Aleksandra und Tijana. Die dreiköpfige Familie muss die Schweiz verlassen, weil sie nach Ansicht der Regierung keine hinreichenden Gründe mehr für eine Aufenthaltsbewilligung vorbringen kann. Die Eltern Comagic hatten sich kurz nach Ablehnung des Asylgesuchs 2001 scheiden lassen. Anschliessend heirateten beide wieder: einen Schweizer respektive eine Schweizerin, die beide ursprünglich aus dem Balkan stammen. So erhielten sie mit ihren Kindern vorerst eine Aufenthaltsbewilligung. Dennoch lebte Vater Comagic mit seiner Exfrau zusammen.

Der Vater wurde 2004 nach Verbüssung einer Gefängnisstrafe des Landes verwiesen. Er war wegen Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz und gegen das Waffengesetz verurteilt worden. Heute lebt er in Serbien.

Der Mutter wurde 2005 eine Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung verweigert, weil sie ihre Ehe mit dem Schweizer nach drei Jahren aufgelöst hatte. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 21.08.2008, 09:14 Uhr

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