Im Atlantis wird doch kein Latte serviert

Das Projekt für ein Café am Fusse des Uetlibergs liegt auf Eis. Die Investitionen für die Bewilligung des provisorischen Betriebs im Atlantis sind zu hoch.

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Im ehemaligen Nobelhotel Atlantis gibts wieder ein Café – so jedenfalls lautete der Plan noch im Januar dieses Jahres. Doch heute ist Ernüchterung eingetreten. «Das Projekt liegt derzeit auf Eis, weil die Bewilligungen fehlen», sagt Vania Kukleta, die gemeinsam mit fünf Kollegen das neue Café führen wollte.

Z am Berg hätte es heissen sollen – analog zum bereits bestehenden Café Z am Park, das die Jungunternehmer betreiben. Die Eröffnung war für den 1. April geplant. «Wir hätten aber schon im Februar starten können, wenn es nach Werner Hofmann gegangen wäre.»

«Ein Start im Juni wäre schon etwas spät»

Werner Hofmann hat das Atlantis von der Neuen Hotel Atlantis AG, einer Tochter der Rosebud Hotels Holding in Luxemburg, zur Zwischennutzung gemietet. Sein Vertrag läuft bis Ende 2011. Auch das Z am Berg würde nur bis Ende Jahr geführt. «Wir wollen unser Café noch immer realisieren», sagt Kukleta. «Aber jetzt müssen wir prüfen, wie weit sich das Warten lohnt. Ein Start im Juni wäre schon etwas spät.»

«Im Moment sieht es so aus, als ob wir mit dem Projekt Café Z am Berg nicht weitermachen können», muss auch Ivana Egloff, Sprecherin von Werner Hofmann, konstatieren. Um das Café eröffnen zu können, müssten dieselben Auflagen erfüllt werden, wie bei einem unbefristeten Restaurationsbetrieb. «Das Umwelt- und Gesundheitsdepartement hat strenge Vorschriften. Die gelten auch für Provisorien», so Egloff. «Wir müssten Investitionen tätigen, die wir niemals bis Ende Jahr amortisieren könnten.»

Blauäugiger Optimismus

Man sei sehr optimistisch gewesen, für das Provisorium eine Bewilligung zu erhalten, so Egloff weiter. Die Räumlichkeiten seien ja bereits für ein Asylantenzentrum zwischen genutzt worden. «Vielleicht waren wir da etwas blauäugig.» Ganz aufgeben wollen die Vermieter die Idee vom Cafébetrieb im Atlantis allerdings trotzdem noch nicht. «Wir prüfen noch weitere Optionen», sagt Egloff. Welche das sind, will sie allerdings nicht verraten. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 25.03.2011, 15:55 Uhr

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