Im Club Hey ist ausgetanzt

34 Jahre lang prägte das Lokal am Bellevue das Nachtleben von Zürich. Im kommenden Frühling ist Schluss. Der Club soll einem Ladenlokal weichen.

Ab März wird am Bellevue nicht mehr gerockt und gerollt: «Crusher»-Konzert im Club Hey.

Ab März wird am Bellevue nicht mehr gerockt und gerollt: «Crusher»-Konzert im Club Hey.

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Der Club Hey im Herzen von Zürich hat schon viele wilde Partys erlebt. Das Schwofen der Schwule, das Pogen der Punks, das Abtanzen der Afros. Alles war möglich in den Räumen an der Rämistrasse 6 beim Bellevue. Doch Ende März 2011 soll Schluss sein mit dem Feiern. Nach über 34 Jahren wird der Club geschlossen, schreibt «20 Minuten» am Mittwoch.

«Der Vertrag ist ausgelaufen und die Miete war mir mit fast 13'000 Franken für das Kellerlokal längst zu hoch», sagt Erwin Scheiwiller, der den Club seit 1976 leitet. «Zudem wollen die Eigentümer diesen Teil des Gebäudes umbauen.»

Die gute Nachricht: Der Club Hey wird im kommenden Frühling in Oerlikon weitermachen. «Wir übernehmen den Franklin-Club, der künftig Hey City of Music heissen wird», verrät der 64-jährige Scheiwiller. Er selbst werde sich dann zurückziehen. «Ich schenke alles meinen Mitarbeitern – vom Clubbing habe ich genug.»

Bauprojekt wird wegen Denkmalschutz verzögert

Die denkmalgeschützte Liegenschaft gehört einer Firma mit Sitz auf den British Virgin Islands, schreibt die Pendlerzeitung weiter. Verwaltet wird sie von City Town Management. Deren Geschäftsführerin Christine Aegerter sagt: «Wir haben ein Baugesuch eingereicht, weil wir Parterre, Keller und Innenhof besser nutzen wollen.» Vorgesehen seien Verkaufslokale. «Die Nachfrage dafür ist gross», so Aegerter. Allerdings verzögern Denkmalschutzauflagen das Projekt.

Von den Umbauplänen sind noch weitere Betriebe im Gebäude betroffen. Die Galerie Jungi bleibt laut Inhaber Rudolph Jungi zwar weiterhin in der Liegenschaft, aber auf verkleinerter Fläche. Und das Cabaret Tabaris verhandelt gemäss Geschäftsführerin Marion Trivella im Januar über eine Verlängerung des Mietvertrages. (tif)

Erstellt: 29.12.2010, 10:20 Uhr

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