Im Sweet-Sleeper-Bett im Zürcher Kreis 5

Das Sheraton an der Pfingstweidstrasse empfängt ab sofort Gäste im neuen Hotel. Die 197 Zimmer haben einiges zu bieten.

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Der rote Teppich für den ersten Gast ist ausgerollt an diesem Freitagvormittag. Noch hat er nicht eingecheckt, doch die Angestellten an der Réception des Sheraton-Hotels im Kreis 5 wären bereit. In der Lobby flackert ein künstliches Kaminfeuer, überall duftet es neu. Auf den mit weichem Teppich ausgelegten Gängen kreuzen Handwerker mit Farbtöpfen Manager mit Ledermappen. Letzte Mängel müssen beseitigt, alles bis ins kleinste Detail kontrolliert werden. Seit Ende November sei man vor Ort, sagt PR-Frau Imke Bremer, habe in den Betten probegeschlafen, sich durch die Speisekarte gegessen und die Hotelbar eingeweiht. «Nur den Fitnessraum hat niemand getestet», sagt die gebürtige Deutsche und lacht. «Aber keine Sorge: alles funktioniert. Wir sind parat.»

Das Sheraton belegt die ersten zehn Stockwerke des 80-Meter-Hochhauses an der Pfingstweidstrasse zwischen Toni-Areal und Hardturm. Zuoberst befindet sich die Club Lounge. Wer ein entsprechendes Zimmer gebucht hat, darf hier frühstücken und den Apéro geniessen, inklusive Aussicht auf die Alpen, die Konkurrenz (Renaissance, 25 Hours Hotel) und die zahlreichen Baustellen im ehemaligen Industriequartier. Die Einrichtung sei, so heisst es in einer Pressemitteilung, eine «moderne Interpretation klassischen Designs». Viel Dunkelbraun, Lila und Rot – das sorgt für eine warme Atmosphäre. Eingerichtet wurde das Hotel, das sich selbst als Viersternhaus positionieren will, vom Münchner Büro Wrightassociates.

Ein patentiertes Bett

Die teuersten Zimmer sind die vier Executive Suiten. Sie kosten pro Nacht 500 Franken und mehr. Geboten bekommt man dafür 74 Quadratmeter, verteilt auf zwei Räume, ein Badezimmer mit begehbarer Regendusche, ein separates WC. Die Böden sind wie in sämtlichen Zimmern aus dunklem Parkett, nur Entree und Nasszellen sind gefliest. Es gibt gratis Internet, eine Nespresso-Maschine und: ein Sheraton Sweet Sleeper Bed. Diese patentierte Konstruktion stehe in allen Sheraton-Hotels auf der Welt, sagt PR-Frau Bremer. Man habe mehrere Studien angefertigt, um das perfekte Bett zu entwickeln. «Ich hab darin geschlafen. Es ist wirklich sehr bequem.»

Mit 31 Quadratmetern etwas kleiner sind die Standardzimmer. Sie kosten unter der Woche rund 300 Franken pro Nacht, am Wochenende 200. Auch sie sind mit einer Kaffeemaschine und einem Flachbildschirmfernseher ausgestattet, auch hier gewährt ein Fenster Einblicke vom Badezimmer ins Schlafzimmer – oder umgekehrt.

Laufband mit TV

Neben acht Konferenzräumen steht den Sheraton-Gästen ein Fitnessraum zur Verfügung. Darin modernste Laufbänder mit integriertem Bildschirm, auf dem beim Sport Youtube-Videos geschaut oder Quizgames gelöst werden können. An der Wand motiviert der Spruch: «Every day is a challenge», jeder Tag ist eine Herausforderung. Und so sei es auch, sagt Imke Bremer, die jetzt Kurs auf die Küche genommen hat.

Hier wirkt Steven Sweetman, ein Australier. Auf seiner Schürze steht «Executive Chef», er stellt sich aber als Koch vor. In der ganzen Schweiz sei er unterwegs gewesen, um seine Speisen fürs Grill-Restaurant Route twenty-six zusammenzutragen. «Aus allen 26 Kantonen habe ich etwas mitgebracht.» Aus dem Bündnerland die Capuns, aus dem Wallis einen Fisch und aus Bern die Belper Knolle, einen Trüffelkäse, den er auf Nudeln reibt.

Neuer Quartiertreffpunkt

Italienische Snacks werden im Sheraton in der Bar Nuovo serviert. Hier setze man den Slogan «The gathering place» exemplarisch um, sagt PR-Frau Bremer. Viele Gäste hätten ja Hemmungen, ein Hotel zu betreten, wenn sie kein Zimmer gebucht haben. Deshalb verfügt die Hotelbar über einen separaten Eingang, der just neben der Tramhaltestelle steht. Man hoffe, damit auch Leute aus der Nachbarschaft anzusprechen. Oder wie Hoteldirektor Sven Lehmann sagt: «Für die Menschen, die im Quartier leben und arbeiten, soll das Sheraton Hotel ein Ort sein, wo man sich gerne trifft und wo aus Begegnungen immer wieder Neues entstehen kann.»

Erstellt: 17.01.2014, 15:48 Uhr

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