In Greencity sind Studentenwohnungen geplant

Die ersten Bewohner sind im Zürcher Stadtquartier hinter dem Entlisberg eingezogen. Neu sollen dort auch Studenten- und Pflegewohnungen sowie Ausbildungsräume entstehen.

Wie der neue Stadtteil aussieht: Rundgang durch Greencity (Video: Tina Fassbind)

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Noch stehen Lieferwagen auf dem Maneggplatz mitten in Greencity, der bald autofrei sein wird. Bauarbeiter mit Helm, Maler und Gipser bestimmen das Bild. Doch mittlerweile schieben auch Eltern ihre Kinderwagen durch das neue Quartier im Süden von Zürich. Auf den Terrassen ergattern sich schon die ersten Kletterpflanzen ihr Terrain, Fähnchengirlanden flattern an den Fassaden, und aus den Fenstern der Kita, die vor zwei Wochen den Betrieb aufgenommen hat, winken Kinder den Passanten zu.

Es hat lange gedauert, bis endlich Leben in das neue Stadtquartier hinter dem Entlisberg kommen konnte. 12 Jahre arbeitete das Totalunternehmen Losinger Marazzi an der Entwicklung des Areals. Vor drei Jahren haben die Bauarbeiten begonnen. Im Juni sind die ersten Bewohner eingezogen.

Bis 2021 ist Greencity fertiggestellt, zwei Jahre später soll auch das Schulhaus des Quartiers, das die Stadt Zürich auf einer Parzelle im Zentrum der Manegg plant, eröffnet werden. Rund 2000 Menschen werden dereinst in Greencity wohnen, weitere 3000 werden dort arbeiten.

Studentenwohnungen und Hotel

Das Projekt wird auch jetzt noch laufend den veränderten Bedürfnissen angepasst. So hat Losinger Marazzi Gespräche mit der Stadt aufgenommen, um das Nutzungskonzept in den vier Gebäuden der dritten und letzten Bauetappe anzupassen, wie heute Dienstag an einem Medienrundgang auf der Baustelle bekannt gegeben wurde.

Ursprünglich waren in diesem Bereich ganz im Norden des Baufeldes hauptsächlich Büroräume geplant. Nun aber hat das Totalunternehmen vor, in einer der Liegenschaften ausschliesslich Alters- und Pflegewohnungen einzurichten. In einem weiteren Gebäude plant Losinger Marazzi Ausbildungsräume statt Büros.

Am Bau eines Hotels in der dritten Etappe wird allerdings festgehalten. Für den Hotelbetrieb mit 600 Betten, welcher die Meininger-Gruppe übernehmen wird, sind rund zwei Drittel der Gebäudefläche im Haus Ingres vorgesehen. Im restlichen Drittel waren ursprünglich ebenfalls Büroräume geplant. Nun soll dort Wohnraum für Studenten entstehen.

Um all diese Ideen in die Tat umzusetzen, muss der Gestaltungsplan für das Areal angepasst werden. «Die Stadt ist unseren Vorschlägen gegenüber offen. Es wird aber voraussichtlich ein Jahr dauern, bis diese Anpassungen im Gestaltungsplan vorgenommen sind», sagt Jürgen Friedrichs, Leiter Raumentwicklung Region Nordostschweiz bei Losinger Marazzi.

Eigentumswohnungen vor Baustart verkauft

Bei den übrigen Etappen geht es aber zügig und nach Plan voran. Bis Ende Januar 2018 werden alle fünf Gebäude der ersten Bauetappe mit ihren insgesamt 439 Wohnungen bezugsbereit sein. Drei der Häuser gehören den Genossenschaften GBMZ, Hofgarten und Wogeno Zürich sowie der Stiftung Wohnungen für kinderreiche Familien.

Die Vermietung der Gewerbeflächen in den Erdgeschossen der Liegenschaften organisieren die Genossenschaften gemeinsam. Diese sind noch nicht alle definitiv vermietet. Die Genossenschaftswohnungen sind aber bereits seit April 2017 alle vergeben.

Auch sämtliche Eigentumswohnungen, die in Greencity entstehen, waren schon vor Baubeginn verkauft. In den beiden Liegenschaften Greenlife, welche die Swisslife auf dem Areal umsetzt, sind hingegen noch Mietwohnungen frei. Allerdings ist eines der Häuser erst im November 2017, das andere erst im April 2018 bezugsbereit.

Die Eigentums- und Mietwohnungen der drei Gebäude der zweiten Etappe sind bis Sommer 2019 bezugsbereit. Die Mietwohnungen dieser Etappe werden aber erst auf den Markt kommen, wenn die Rohbauten erstellt sind. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 13.09.2017, 16:54 Uhr

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