Klares Ja zum Klärschlamm

Die rund 100'000 Tonnen Klärschlamm, die im Kanton jährlich anfallen, werden in einer neuen Anlage in Zürich verwertet. Der Ja-Stimmen-Anteil liegt in allen Stadtkreisen über 90 Prozent.

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So entschied die Stadt: Die Resultate der Zürcher Stadtkreise.


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Die Zürcher Stimmberechtigten sprechen sich überaus deutlich für den Bau einer zentralen Klärschlammverwertungsanlage auf dem Werdhölzli-Areal aus. Sämtliche Stadtkreise haben dem Objektkredit von 65 Millionen Franken für den Bau der neuen Anlage mit über 90 Prozent zugestimmt.

Bis Mitte 2015 soll nun die neue Anlage im Klärwerk Werdhölzli errichtet werden, wo seit 1926 Abwasser gereinigt wird. Dort wird derzeit auch eine Vergäranlage für Bioabfall gebaut, die Mitte 2013 den Betrieb aufnehmen wird.

Politisch unumstrittene Vorlage

Da die Verwertung der rund 100'000 Tonnen entwässerten Klärschlamms, die im Kanton Zürich jedes Jahr anfallen, billiger wird, war die Vorlage bereits im Vorfeld der Abstimmungen politisch unumstritten. Der Gemeinderat stimmte ihr mit 118 zu 0 Stimmen zu.

Einige Gemeinden, die längere Transportwege in Kauf nehmen müssen, sahen sich zwar durch die Zentralisierung der Klärschlammverwertung in Zürich benachteiligt – die gefahrenen Kilometer pro Tonne nehmen um 50 Prozent zu. Allerdings gleicht die Stadt Zürich, die einen Drittel des Klärschlammes anliefert, die Mehrkosten aus: Sie spart dank der Zentralisierung 250'000 Franken Transportkosten. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 03.03.2013, 14:48 Uhr

Fügt sich ins Klärwerk Werdhölzli ein: Die geplante Klärschlammverwertungsanlage (blau eingefärbt). (Bild: Visualisierung ERZ)

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