Kunsthaus erhält vom Kanton 30 Millionen

Der Kantonsrat unterstützt den Erweiterungsbau des Zürcher Kunsthauses uns stellt zudem das nötige Grundstück im Wert von 15 Millionen zur Verfügung.

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Der Kantonsrat bewilligte am Montag mit 154 zu 1 Stimme den Beitrag aus dem Lotteriefonds an die Stiftung Zürcher Kunsthaus. Er stellt auch das nötig Grundstück im Wert von 15 Millionen Franken im Baurecht für 80 Jahre zur Verfügung. Voraussetzung für den Kantonsbeitrag und die Einräumung des Baurechts ist die Beteiligung der Stadt Zürich mit 75 Millionen Franken am Grossprojekt.

Geplant ist ein städtischer Beitrag von 88 Millionen Franken. Die Volksabstimmung in der Stadt Zürich soll im nächsten November stattfindet. Die Kunsthaus-Erweiterung kostet insgesamt 206 Millionen Franken. Eröffnet wird der Neubau voraussichtlich 2017.

Unbestrittene Vorlage

Der Kantonsbeitrag von 30 Millionen Franken war in der Debatte unbestritten. Die Grünen wehrten sich jedoch dagegen, den Betrag für den Landwert von 15 Millionen Franken auch dem Lotteriefonds zu entnehmen.

Dies sei ein «Taschenspielertrick» und widerspreche den gesetzlichen Vorgaben, meinte Hans Läubli (Grüne, Affoltern am Albis). Sinnvoll und zulässig sei das Vorgehen, betonten Vertreter von SVP, FDP und CVP. Mit 148 zu 22 Stimmen wurde der Antrag der Grünen abgelehnt.

Der Kanton stellt der Kunsthaus-Stiftung das Grundstück für die Erweiterung im Wert von 15 Millionen Franken im Baurecht zur Verfügung und verzichtet auf einen Baurechtszins. Das Geld geht in einen speziellen Fonds, aus dem dann jährlich der Baurechtszins bezahlt wird.

Kunsthaus erhält 80 Prozent mehr Platz

Das Kunsthaus Zürich gehört zu den bedeutendsten Kunstmuseen der Schweiz und geniesst internationales Ansehen. Pro Tag wird es von 700 bis 1000 Kunstinteressierten besucht. Die Kunsthaus-Stiftung (SZK) ist die Eigentümerin der Kunsthaus-Liegenschaften, der Verein Zürcher Kunstgesellschaft (ZKG) betreibt das Museum.

Zur Realisierung des Erweiterungsbaus haben ZKG, SZK und die Stadt Zürich die Einfache Gesellschaft Kunsthaus Erweiterung (EGKE) gegründet. Das Projektmanagement liegt beim Städtischen Hochbaudeparetement.

Das Kunsthaus wird um 80 Prozent vergrössert werden. Unter anderem wird Raum geschaffen, um die Sammlung der Stiftung E.G.Bührle unterzubringen und neue Ausstellungsschwerpunkte setzen zu können. (jcu/sda)

Erstellt: 12.12.2011, 11:17 Uhr

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