Markus Knauss nimmt sich aus dem Rennen

Jetzt verzichtet auch der langjährige Gemeinderat der Grünen auf eine Stadtratskandidatur. Er empfiehlt einen Grünen Mann.

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Nur einen Tag nach Balthasar Glättli hat sich auch Markus Knauss bei den Grünen aus dem Rennen für den Stadtrat genommen. «Weil ich im Parlament wohl mehr für Stadt, Umwelt und Klima erreichen kann, verzichte ich auf eine Kandidatur», schrieb er gestern Mittag auf Facebook. Auf Nachfrage sagt Knauss: «Mir gefällt es im Gemeinderat und ich habe dort sehr viele Einflussmöglichkeiten. Zudem ist das Themenspektrum im Gemeinderat breiter als im Stadtrat, was meinen Interessen entgegenkommt.»

Wie Glättli preist auch Knauss eine Person an, die für die Grünen den zweiten Sitz in der Stadtregierung zurückerobern soll. Während Glättli Karin Rykart Sutter, Fraktionschefin im Gemeinderat, empfiehlt, spricht sich Knauss für Nationalrat Bastien Girod aus. Dieser hat allerdings noch nicht entschieden, ob er kandidieren wird. Er will nach dem Verzicht von Glättli nochmals darüber nachdenken, ob er antreten soll und führt Gespräche. Knauss will mit seiner Empfehlung Girod zur Kandidatur motivieren. Bereits klar ist, dass Finanzvorsteher Daniel Leupi seinen Stadtratssitz für die Grünen verteidigen will.

Bruch zwischen Knauss und Rykart

Knauss kandidierte vor drei Jahren für den Stadtrat, kam allerdings nur auf den zehnten Platz und konnte damit den Sitz der zurückgetretenen Ruth Genner nicht verteidigen. Diesen holte Filippo Leutenegger für die FDP. In der internen Ausmarchung um die Stadtratskandidatur bei den Grünen hatte Knauss Rykart um drei Stimmen geschlagen.

Ende 2015 kam es zum Bruch zwischen Knauss und Rykart. Rykart trat mit drei weiteren Mitgliedern aus der Kreispartei 4/5 aus. Es ging dabei um Listenplätze für die Kantonsratswahlen – sie wollte Luca Maggi auf dem ersten Listenplatz, die Versammlung setzte aber auf Platz eins Gabi Petri, die Lebenspartnerin von Knauss. Dieser liess sich Ende 2015 zum Kreispräsidenten wählen. Rykart gehört nun der Kreispartei 7/8 an.

Dass Knauss nun Girod und nicht Rykart empfehle, will er nicht in diesem Zusammenhang sehen. «Dem Stadtrat fehlt neben Leupi eine Person mit einer ganz klaren ökologischen Haltung», sagt Knauss. «Girod hat in der für Zürich wichtigen Frage für mich halt das eindeutigere Profil als Rykart.» Zudem habe Girod bessere Wahlchancen, weil er bekannter sei. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 19.04.2017, 14:44 Uhr

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