Neu und edel – jetzt bietet die Migros City auch Luxus-Rindfleisch an

Elf Monate war die Migros City geschlossen. Ab heute ist das vollständig umgebaute Warenhaus wieder offen.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Der Haupteingang an der Löwenstrasse befindet sich noch an der gleichen Stelle. Ansonsten ist beim Total­umbau der Migros City kaum ein Stein auf dem anderen geblieben. Bis auf ein paar tragende Elemente haben die Handwerker das 30 Jahre alte Gebäude komplett ausgehöhlt. Der 80er-Jahre-Chic ist einem modern gestalteten, hellen Interieur gewichen. «Das Warenhaus war nicht mehr zeitgemäss, ausserdem wollten wir die Verkaufsfläche um rund 800 Quadratmeter vergrössern», sagt Andreas Reinhart, Mediensprecher der Genossenschaft Migros Zürich. Deshalb habe sich der Umbau aufgedrängt.

Markt-Atmosphäre geschaffen

Der frühere charakteristische, grosse Lichthof ist deutlich kleiner geworden und ebenso an die Seite gewichen wie die neuen Lifte. Das Herzstück des Warenhauses – der Supermarkt – befindet sich neu im zweiten und im dritten Stock. Das Neukonzept versucht eine Markt-Atmosphäre zu schaffen: Mangos stehen manierlich geordnet in grossen Körben, Gemüse und Früchte werden in Kisten präsentiert. Bediente Theken mit Käse, Fisch, Fleisch, Antipasti und Frischteigwaren rahmen die Essabteilung ein. Dank den grossen Fenstern, die erstmals eine grosszügige Sicht nach aussen gestatten, Steinböden und einer ausgeklügelten Lichttechnik wirkt der Laden edel.

Ein Blick auf das Angebot bestätigt den Eindruck: Zu kaufen gibt es das von Gourmets besonders geschätzte Fleisch des Wagyu-Rinds – von der gleichen Rasse japanischen Ursprungs stammt auch das bekannte Kobe-Beef. Hundert Gramm Wagyu-Filet kosten 32 Franken. Ohne Zweifel soll die Migros City jetzt auch verwöhntere Gaumen anlocken – dazu passt der neue Fleisch-Humidor für die während vier Wochen am Knochen reifenden Entrecôtes.

Das Migros-Restaurant mit 800 Sitzplätzen – das grösste der Schweiz – ist nach wie vor im vierten Stock angesiedelt. Brauntöne mit blauen Tupfern dominieren die Farbgestaltung. Im Gegensatz zum Vorgänger, der wegen verschiedener Umbauten an einen Flickenteppich erinnerte, wirkt das Restaurant wie aus einem Guss. Die Terrasse des Restaurants gewährt einen Blick auf die Europaallee, der einem vorher wegen der wild wuchernden Topfpflanzen verwehrt war. Für Kinder gibts neu einen Spielturm. Die wirtschaftliche Bedeutung des Restaurants ist gross, steuert es doch laut Mediensprecher Reinhart 20 Prozent der Einnahmen bei.

Die eingemieteten Läden sind bis auf den Wäschehändler Intimissimi die gleichen geblieben. Im Untergeschoss, wo sich früher die Essabteilung befand, sind M-Electronics und SportXX eingezogen. Sie bieten ebenso wie die Outdoor-Abteilung das Vollsortiment an. Im Parterre hat die Migros einen Kaimung-Box-Ableger eingerichtet, das neue Thai-Fast-Food-Restaurant des Grossverteilers. Es ergänzt das Take-away-Angebot, das auf der gleichen Ebene ist. 70 Millionen Franken hat der Totalumbau gekostet. Die Bauarbeiten sind damit noch nicht ganz abgeschlossen. In die Räume des Migros-Provisoriums an der Löwenstrasse 35 zieht eine Filiale der deutschen Bio-Handelskette Alnatura ein. Die Migros City zählt gemessen am Umsatz pro Quadratmeter zu den zehn rentabelsten Betrieben der Genossenschaft Migros Zürich.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 26.11.2014, 21:48 Uhr

Das Ressort Zürich auf Twitter

Das Zürich-Team der Redaktion versorgt Sie hier mit Nachrichten aus Stadt und Kanton.

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...

TA Marktplatz

Kommentare

Blogs

Mamablog Die Klasse überspringen oder nicht?
Sweet Home Ein Dutzend Ideen für schönere Kinderzimmer

Die Welt in Bildern

Ein bisschen wie in Rio: Anlässlich des Blumenkarnivals ziehen die gefiederten Tänzerinnen einer spanischen Gruppe durch die Strassen von Debrecen, Ungarn. (20. August 2017)
(Bild: Zsolt Czegledi/EPA) Mehr...