Neue Haltestelle für Zürcher Google-Mitarbeiter

Die VBZ halten den Status quo für ungenügend und wollen das Hürlimann-Areal besser erschliessen.

Sollen besser an das ÖV-Netz angebunden werden: Die Büros von Google auf dem Hürlimann-Areal.

Sollen besser an das ÖV-Netz angebunden werden: Die Büros von Google auf dem Hürlimann-Areal. Bild: Sabina Bobst

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Für Zürcher Verhältnisse ist das Hürlimann-Areal eine ÖV-Ödnis. Die ehemalige Brauerei, in der heute ungefähr 1500 Menschen arbeiten, hat keine eigene Tramhaltestelle. Die einzige Busverbindug, die bis vors Haus fährt, der 66er, hält nur während der Spitzenzeiten – im Zehn-Minuten-Takt. Ab 19 Uhr und am Wochenende warten Buspassagiere vergebens am Hürlimannplatz.

Diese Situation halten die Zürcher Verkehrsbetriebe (VBZ) für ungenügend. Dazu planen sie den Bau einer neuen Haltestelle für den 72er-Bus. Diese soll zum Fahrplanwechsel 2019, also in rund einem Jahr, in Betrieb gehen. Die Haltestelle würde an der Ecke Zurlinden-/Manessestrasse liegen. Von dort führt ein Fussweg über die Sihl. Mit dem Lift gehts dann direkt ins Hürlimann-Areal hoch. «Auf diese Weise kommen wir mit einer eng getakteten Buslinie näher ans Hürlimann-Areal», sagt VBZ-Sprecher Tobias Wälti. Auch die Abstimmung mit dem 66er-Bus, der teilweise die Route teilt mit dem 72er, wolle man verbessern.

Profitieren werden insbesondere die Angestellten von Google. Das Informatikunternehmen stellt ungefähr zwei Drittel der Arbeitsplätze auf dem Hürlimann-Areal. Aus Platzmangel hat es kürzlich auch Büros an der Europaallee gemietet.

Die VBZ hätten diese Massnahme von sich aus getroffen, man suche schon länger nach einer Verbesserung mit überschaubarem Aufwand, sagt Wälti. Durch die Umstellung wird der 72er auf einem kurzen Abschnitt stadtauswärts die Route ändern. Bisher fuhr er von der Schmiede Wiedikon über die Steinstrasse zum Manesseplatz. Neu wird er es via Zurlinden- und Manessestrasse tun. Auf dem Weg stadteinwärts nimmt der 72er schon heute diesen Weg. Durch die neue Haltestelle wird sich die Fahrzeit des 72ers Richtung Wollishofen um ungefähr eine Minute verlängern. Einen Namen hat sie noch nicht.

Besitzerin erfreut

Die PSP Swiss Property, der das Hürlimann-Areal gehört, begrüsst die neue Haltestelle. Diese würde die Erschliessung verbessern – «besonders gefühlsmässig», sagt PSP-Asset Manager Thomas Kraft. Dem Hürlimann-Areal fehle die klassische Zürcher Tramhaltestelle direkt vor der Haustür. Der Ort sei trotzdem schon sehr gut mit dem öffentlichen Verkehr verbunden. Mit den Bahnhöfen Enge und Giesshübel befänden sich mehrere Zug- und S-Bahn-Linien in Gehdistanz unter fünf Minuten. Auch die Haltestellen Waffenplatzstrasse, Tessinerplatz und Manesseplatz erreiche man zu Fuss relativ schnell. «Aber in Zürich ist man halt sehr verwöhnt», sagt Kraft.

Zusammen mit der Erstellung der neuen Bushaltestellen erneuert das Tiefbauamt die gesamte Zurlindenstrasse bis Höhe Gotthelfstrasse. Künftig wird dort Tempo 30 gelten. Der VCS Zürich begrüsst dies. Für Velos bleibe die Situation an der Kreuzung zur Manessestrasse aber schwierig. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 12.12.2018, 12:12 Uhr

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