Nicht alle begrüssen die neue Flanierzone bei der Bahnhofstrasse

Gegen die geplante neue Fussgängerzone auf der Sihlstrasse und die neue Verkehrsführung auf der Uraniastrasse formiert sich Widerstand.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Beim städtischen Tiefbauamt gingen insgesamt 14 Einwendungen gegen das Uraniastrasse-Projekt ein – in erster Linie von bürgerlicher Seite und von Gewerbetreibenden.

Laut Stefan Hackh vom Tiefbauamt richten sich nicht alle Einwände gegen das Projekt als Ganzes. Einige Einwände richten sich gegen verschiedene Teilaspekte des Projektes: beispielsweise werden zwei Fahrspuren in jede Richtung auf der Uraniastrasse gefordert. Andere möchten keine Velowege, wieder andere verlangen zusätzliche Velowege, beispielsweise durch die Seidengasse. Breitere Trottoirs werden gewünscht oder eine schmalere Zufahrt zum Jelmoli-Parkhaus.

Der Kanton hat das letzte Wort

Die Stadt wird die Anliegen nun prüfen und allenfalls ins Projekt integrieren. Falls die Einwendungen nach Ansicht der Stadt nicht realisierbar sind, werden diese mit einer Begründung abgelehnt.

Weil bei diesem Projekt die Uraniastrasse betroffen ist und es sich dabei um eine Kantonsstrasse handelt, hat der Regierungsrat das letzte Wort. Wie schon beim Sechseläutenplatz, wo er den Spurabbau im Dezember 2012 überraschend ablehnte, muss der Regierungsrat auch bei der Uraniastrasse entscheiden, ob die Verkehrsführung verändert werden darf oder nicht.

Ein neuer Platz beim Rennweg

Das Projekt sieht vor, dass bei der Bahnhofstrasse ein neuer Platz geschaffen wird. Dazu sollen die Sihlstrasse und die Bahnhofstrasse beim Bally-Haus weitgehend vom Autoverkehr befreit werden. Mit der neuen Verkehrsführung würde eine durchgehende Fussgängerachse zwischen dem Paradeplatz und dem Hauptbahnhof entstehen, die nur durch die Uraniastrasse unterbrochen würde.

Fahrverbot soll es auch um das Häusergeviert geben, in dem sich der St. Annahof und das Orell-Füssli-Gebäude befinden. Zugelassen würden dort nur noch Fahrten für den Güterumschlag, Taxis, Cars und Vorfahrten für Hotelgäste.

Von der Neugestaltung erhofft sich die Stadt weniger Emissionen, mehr Passantinnen und Passanten, mehr Ruhe und mehr Platz für die Boulevardgastronomie. Die Gesamtkosten werden auf rund 13 Millionen Franken geschätzt. Die Bauarbeiten sollen frühestens 2016 beginnen. (mec/sda)

Erstellt: 03.01.2013, 16:39 Uhr

Artikel zum Thema

Neue Flanierzone in der Zürcher City: Jetzt beginnt der Streit

Die Stadt Zürich will die Sihlstrasse beim Hiltl und Jelmoli autofrei machen. Dafür soll der Verkehr der Uraniastrasse richtungsgetrennt geführt werden. Mehr...

Stockers Verkehrsamt lehnt Genners Zebrastreifen über die Rosengartenstrasse ab

Exklusiv Wieder Streit zwischen dem Kanton und der Stadt Zürich: Diese will zwei Fussgängerstreifen über die Rosengartenstrasse einrichten, das kantonale Amt für Verkehr blockt ab. Trotzdem plant die Stadt weiter. Mehr...

Der Kanton befürchtet Staus, wo die Stadt keine sieht

Das Tiefbauamt der Stadt ist überzeugt, dass ein Spurabbau am Utoquai die Verkehrskapazität am Bellevue nicht eingeschränkt hätte. Mehr...

Das Ressort Zürich auf Twitter

Das Zürich-Team der Redaktion versorgt Sie hier mit Nachrichten aus Stadt und Kanton.

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...

Service

Ihre Kulturkarte

Abonnieren Sie den Carte Blanche-Newsletter und verpassen Sie kein Angebot.

Blogs

Sweet Home Einmal flachlegen, bitte

Mamablog «Spiel mir das Lied vom Trotz»

Weiterbildung

Gamen in der Schule

Die Schule bereitet Kinder auf die Arbeitswelt vor. Das Rüstzeug soll auch spielerisch vermittelt werden.

Die Welt in Bildern

Fast wie auf der Titanic: Ein Liebespaar betrachtet die untergehende Sonne im untergehenden Venedig (17. November 2019).
(Bild: Luca Bruno) Mehr...